Jahresbilanz 2017: Vorsichtig optimistisch ins Jahr 2018

Die Zahl der Artikel hier im Blog ist im Vergleich zu den Vorjahren wirklich sehr gesunken. Ich sehe das als ein gutes Zeichen, denn ich komme zur Ruhe. Von Beginn an war dieses Blog ein Ventil um den Stress abzubauen, der immer wieder kam. Teils verursacht durch Existenzbedrohungen, wenn die Erkrankung dominierte und die Versorgung nicht sichergestellt war. Teils verursacht aber auch durch Mobbing aus den Kreisen aktiver und ehemaliger Soldaten, von Behörden und von Ärzten.

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Jahresbericht über einen unfähigen Verein

Blick in die Medien: keine Rede von Ex-Soldaten, deren Therapiebedarf und die fehlende bis schlecht organisierte Hilfe. Warum auch: die üblichen Verdächtigen können medial im Sinne der Wirtschaft nach Investitionen und Material jammern. Fürsorge kostet nur und nur dauermedikamentierte Veteranen bringen Geld ein.

Ende November verlor ich den Job, der mir Kankenversicherung und Sozialversicherung sicherte. Kein Sachstand zum Stand des Wehrbeschädigungsverfahrens und selbst das Büro des Wehrbeauftragten reagiert nicht mehr auf eMails in meinem Fall.

Über einen inoffiziellen Kanal wird kommuniziert, ich würde einen positiven Bescheid erhalten und noch im Januar in die Schutzzeit eingestellt. Ein Bundesdienstverhältnis, um Raum für Therapie und Rehabilitation zu schaffen.

Da der Kanal aus dem diese Information stammt aus dem gleichen Umfeld kommt, in dem ich immer wieder auch auf Drohungen stieß und in denen politisch linksorientierte Menschen nicht nur abgelehnt, sondern ggfs auch bedroht werden, kann ich mich auf nichts verlassen.

Das Hinterfragen einer „Vertuschungsaktion in Afghanistan“ wird nun offenbar mit „Lass ihn zappeln“ sanktioniert.

Seitens des Wehrbeauftragten erfolgt keine Reaktion mehr auf eMails.

Der PTBS-Beauftragte meldet sich ebenfalls nicht.

Zugesagte finanzielle Unterstützung trifft nicht ein – dafür aber Rechnungen, die ich davon begleichen soll.

Die Therapie musste ich deshalb zunächst abbrechen.


Plan B ? Eher Plan N oder später

Ich muss davon ausgehen, dass ich Falschinformationen erhalte, wenn sich Zusagen nicht bewahrheiten und immer nur Entschuldigungen und Aufschübe kommen, statt verlässliche, rechtsverbindliche Aussagen. Krank reicht offenbar nicht – der Zusammenbruch scheint gewollt.

Den Stress exponentiell zu erhöhen – das ist es, was seit Tagen passiert – führt dann irgendwann zum totalen Zusammenbruch und gäbe der Bundeswehr die Möglichkeit, mich zur Einnahme von Psychopharmaka zu nötigen… Wohl das eigentliche Ziel und die Auffassung von „Fürsorge“ …

Jede Stunde, die ich derzeit vertröstet und beschwichtigt werde verschlimmert den Stress. Ich schlafe kaum, esse wenig, schaffe es selten bis überwiegend gar nicht am sozialen Leben teilzunehmen. Sorgen teilen? Mit wem? Es reicht, wenn ich überlastet bin und ich kann nicht noch mein Umfeld weiter belasten.

Ich muss also nun davon ausgehen, dass für Februar folgender Stand existiert:

1. keine finanziellen Rücklagen für zeitgerechtes überweisen von Rechnungen oder Unterhalt

2. weiterhin kein Raum für Therapie & Coaching .

Der Arbeitsplan der folgenden Tage musste heute angesagt werden und die kommenden 10 Tage sind dicht.

Mittwoch 28/1: Doppelschicht Telefoninterview-Job
Donnerstag 29/1: NSA-Aussschuss
Freitag 30/1 : Ämterbegleitung als Sprachmittler und Vorbereitung München
Samstag: 31/1 Doppelschicht Telefoninterview-Job
Sonntag: 1/2 Anreise München
Montag: 2/2 Vortrag Schulklasse „Anspruch und Realität: Bundeswehrwerbung meets Realität – was ist am Fürsorgeversprechen dran ?“
& Rückreise München
Dienstag: 3/2 Doppelschicht Telefoninterview-Job
Mittwoch: 4/2 Doppelschicht Telefoninterview-Job
Donnerstag: 5/2 NSA-Ausschuss
Freitag: 6/2 frei?
Samstag: 7/2 Doppelschicht Telefoninterview-Job
Sonntag: 8/2 Doppelschicht Telefoninterview-Job

Warum so ein Programm? Um wenigstens 1000 Euro im März zur Verfügung zu haben.

Was bleibt auf der Strecke? Studium, Therapie und Sozialleben.

Entspann mal ? Fahr mal runter? Mach mal einen Tag Pause? Warum tust du dir das an?

Die Antwort ist schnell und einfach: weil der Jahresbericht des Wehrbeauftragten 2014 nur die Spitze des Eisbergs ist.

22 Monate nach der Diagnose existieren weder Kostenplan, noch eine rechtsverbindliche Zusage der Kostenübernahme aus einer Schädigung, die ich durch eine Überlastung durch genau den Dienstherrn erlitten habe, der damals drei Einsätze (11 Monate in 33 Monaten) zuließ, dem ich im gleichen Zeitraum noch zwei weitere Einsätze absagen musste, in die ich geschickt werden sollte. Ein „gesunder Rythmus“ sei 4 Monate Einsatz 20 Monate Dienst im Inland.

Ich lese von Kuren, die der Wehrbauftragte fordert und von der Einbeziehung der Familie in die Therpie – alles nette Maßnahmen, die Menschen, wie mich um Jahre zu spät oder überhaupt nicht erreichen.

Jede öffentliche Äußerung klingt zynisch, weil der Eisberg von unterhalb der Wasserlinie noch bedrohlicher aussieht, als die Spitze, die man bereit ist einzugestehen.

Ich verstehe diejenigen, die angesichts dieser chronischen Organisationsträgheit, nicht-vorhandenen Terminfähigkeit und gleichzeitig bi-gottem bestehen auf Einhalten von Vorschriften und Regelungen nur noch sagen: WEIT WEG VON DER BUNDESWEHR!

Ergänzung 28/01/2015 – 19:30 Uhr :

Die Frage, warum ich den angekündigten Zusagen nicht vertrauen kann ist nur dann eindeutig beantwortet, wenn folgendes Hintergrundwissen vorhanden ist:

1. Ich habe seitens der Ursula von der Leyen, Angela Merkel und Johannes Gauck bis heute keine Reaktion auf diesen Sachverhalt. Dank der Veröffentlichung des VS-Dokumentes durch MDR-Fakt und im Tagesspiegel ist nun aber klar, dass das Statement, was sie verweigern nur unangenehm ausfallen kann und die Einschätzung der Vertuschung stützt, die Gregor Gysi schon traf.

Meiner mehrfach geäußerten (zunächst Bitte – jetzt) Forderung um Überprüfung des Sachverhaltes 27.09.2008 wollte im BMVg, Kanzerlamt und Bundespräsidialamt offenbar niemand nachkommen. Wie blind ist der Verteidigungsausschuss – wie blind will er sich präsentieren dürfen – wie unwissend will man dort sein, wenn auf die offengelegte Meldepraxis, nicht reagiert wird?

2. Im Rahmen des mehrfach verlinkten „Adlon-Gesprächs“ hatte ich Kontakt zu einem Bundesbeamten, der gleichzeitig auch Reservist ist und mir in einem mehr als unangenehmen Gespräch von möglichen Sanktionen aus den „mächtigen Kreisen“ berichtete. Ich solle mich nicht anlegen, schließlich wolle ich doch keine Kaderakte erhalten …

4 Wochen Bilanz – was erreichte der Wehrbeauftragte?

Liebe Menschen,
ich hasse es, so agieren zu müssen, wie in den letzten 4 Wochen. Am 28.Juli 2014 fragte ich nach dem Verbleib meiner Akte und dem Sachstand meines Wehrdienstbeschädigungsverfahrens. Bereits im Juni 2014 hatte mein Anwalt versucht heraus zu bekommen, wo die Akte ist. Aussage: „Irgendwo zwischen Medizinischem Dienst und Wehrbereichsverwaltung Düsseldorf und / oder Hamburg“.

Zum 1.9. brauche ich -irgendwie- eine Krankenversicherung. Sachstand heute: ich soll von einem Einkommen von rund 800 Euro einen Beitrag für die private Krankenversicherung in Höhe von 300 Euro zahlen. Macht einen Beitragssatz von 37,5 % …

Die Probleme setzen sich aus Erkrankung, Unterhaltsverpflichtung, nicht-abgeschlossenem Studium zusammen. HARTZ4 geht nicht mit Studium, Bafög geht nicht wegen Alter – Studieren darf ich eigentlich nicht mehr, weil Unterhaltsverpflichtung – gehe ich arbeiten, dann bringt es gerade genug zum Leben, weil Studium nicht abgeschlossen.

All das triggert mich. Es verschlimmert die Symptome meiner Erkrankung und alles, was die beteiligten Stellen in 4 Wochen hinbekommen haben ist, dass meine Akte wieder aufgefunden ist und nun wohl in Hamburg liegt.

Von dort: bisher Null Reaktion. Und selbst wenn: ich werde mich nicht von dem System, was mich gerade derartig behandelt vertrauensvoll begutachten lassen.

Ich versuche derzeit, den eigentlich ausgesetzen KfW-Kredit wieder zu aktivieren. Das wird einige Tage dauern – bis dahin ist jonglieren angesagt.

So, wie mir geht es sicherlich so einigen Ex-Soldaten, die von Teilen der Gesellschaft als „Zivilversager“ gebrandmarkt werden – ich hörte das zuletzt von aktiven Soldaten in einem Facebook-Forum, in dem ich leichtsinniger weise nach Hilfe gesucht habe.

Das ich mit 35 Jahren noch kein abgeschlossenes Studium habe liegt an der Einsatzerkrankung und den Rahmenbedingungen, die ich eingangs beschrieben habe. Ich stehe weiterhin nur eine Kursleistung vom Abschluss des Bachelorstudiums entfernt, muss dann lediglich die Bachelorarbeit schreiben. Derzeitiger Notenstand: 1,5

Ich bin nicht blöd – aber derzeit fühlt sich jeder Tag an, als stehe draußen vor der Tür eine reale Lebensbedrohung, wie ich sie in den Einsätzen regelmäßig auszuhalten hatte.

Zuständig ist nach § 31 Soldatengesetz übrigens in meinem Fall der Dienstherr:

§ 31 Fürsorge

§ 31 des SG hat 3 frühere Fassungen und wird in 4 Vorschriften zitiert

(1) 1Der Bund hat im Rahmen des Dienst- und Treueverhältnisses für das Wohl des Berufssoldaten und des Soldaten auf Zeit sowie ihrer Familien, auch für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses, zu sorgen.

Doch mehr, als in vier Wochen herauszufinden, wo meine Akte gelandet ist, kann ich wohl nicht erwarten.

Eingabe vom 25.08.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

da es offenbar keine Unterstützung in Sachen Wiedereinstellung geben wird – und NEIN: ich werde mich nicht in die Hände von Bundeswehr-Krankenhaus-Gutachtern begeben – bitte ich letztmalig um Unterstützung.

Ich benötige, um den KfW-Studienkredit fortführen zu können, den ich im April 2014 zunächst ausgesetzt hatte eine Bescheinigung / ein unterstützendes Schreiben, dass ich krankheitsbedingt in den kommenden Monaten auf das Darlehen angewiesen bin, um meine private Krankenversicherung (rund 300 Euro monatlich) zahlen zu können.

Hilfreich wäre auch, wenn ich rückwirkend für das Sommersemester 2014 eine Auszahlung der nicht mehr in Anspruch genommenen Kfw-Kreditraten erhalten könnte und Sie sich dafür aussprechen würden.

Wenn schon verschulden, dann richtig!

Darlehenskontonummer ist: XXXXXX

Offenbar haben die beteiligten Bundeswehrstellen Zeit – ich habe Sie leider nicht.

Laut Aufforderung der Bundeswehrverwaltung soll ich mich seit 31.7. bereit halten, einen Termin für das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg zu empfangen. Ich gehe davon aus, das Auslöser dieser Reaktion meine Eingabe an den Wehrbeauftragten vom 28.07.2014 ist.

Die Wahrnehmung des Termins wurde mir noch letzte Woche durch den Mitarbeiter aus dem Büro des PTBS-Beauftragten nahegelegt.

Passiert ist seit 26 Tagen nichts.

Auch, wenn Sie das nicht wahrhaben wollen: ihre Arbeitsweisen in Bezug auf die Veteranenversorgung / Begutachtung sind ineffektiv und schaden Menschen, die bereits durch den Dienst geschädigt wurden.

Das ist auch nicht mit der Arbeitsbelastung zu entschuldigen, die die beteiligten Stellen haben: die Antragsteller gehen daran unwiederbringlich kaputt.

Es eilt und würde mir helfen, wenn ich ein zielführendes Schreiben bis zum Mittwoch, den 27.08.2014 erhalten könnte.

Für mich ist das die einzige Möglichkeit, das Studium eventuell doch noch zu einem Abschluss zu bekommen, da mir weder HARTZ4, noch BaFög zustehen.

Sofern ich nicht demnächst zusätzlich den zu erwartenden Druck vom Unterhaltssicherungsamt bekomme, um den Unterhalt für meine beiden Kinder zu erwirtschaften, werde ich hoffentlich mein Studium im kommenden halben Jahr abschließen können. Die wenig freundlichen Schreiben vom vergangenen Jahr trugen NICHT zur Genesung / arbeitsfähigkeit bei.

Darüber hinaus bitte ich darum zu prüfen, welche Argumente gegen die angeblich bestehende Rechtsordnung existieren (siehe Schreiben der Anwältin meiner jetzt Ex-Frau), die es mir nun nicht mehr zugesteht ein ganzes Studium zu absolvieren.

Nur mal so:

Ich hänge in der Luft, weil die BUNDESWEHRSTELLEN ihre Lagebeurteilung nicht abschließen können, bin erkrankt, kann ohne Abbruch des Studiums kein HARTZ4 beziehen und bin zeitgleich gezwungen Jobs zu suchen, die mit der Ausbildungshöhe „Abiturient mit FÜhrerschein“ leider keine Aussicht bieten, dass ich genügend Geld verdiene, dass ich überhaupt in den Verdienstbereich komme Unterhalt leisten zu müssen.

Sie sind seit nunmehr 4 Wochen über die prekäre Lage in Bezug auf die Krankenversicherung, Ausbildungssituation usw. informiert: getan hat sich NICHTS.

Bitte lassen Sie mich wissen, wenn dass das Höchstmaß ist, dass der Dienstherr Bundeswehr an Fürsorge nach der Dienstzeit für die Soldaten aufbringen kann.

Mein Anwalt versuchte im Juni 2014 den Stand meines WDB-Verfahrens in Erfahrung zu bringen – erst mit dem Wehrbeauftragten tauchte die Akte überhaupt auf!!

Gesetzliche Krankenversicherung: mit derzeitig Job-Kombi nicht möglich.

Freiwillig-Gesetzliche Krankenversicherung: abgelehnt

Private Krankenversicherung: 300 Euro

Aber Leben und Gesundheit hätte ich für das Land geben dürfen, ja?

Aber immerhin: Sie waren seit der Eingabe vom 28.07.2014 in der Lage, den Verwaltungsvorgang wiederzufinden. Respekt dafür. Die Akte liegt in Hamburg. Toll.

Hilfe? Nein.

Danke an die Oberst Schöttler Stiftung, die 300 Euro der letzten Rechnung für die Begleittherapie übernommen hat.

Danke an das Internet: dort fanden sich Spender, die 60 Euro bereitstellten.

Danke an Ebay: ich habe genügend Geld für die Bezahlung meiner Scheidungsrechnung durch den Verkauf von Arbeitsgerät erzielt.

Danke an Verwandte: ein Monat Krankenversicherung & Immatrikulation für das Wintersemester sind sicher.

Im Anhang finden Sie die Schreiben, die ab dem 1.9. wohl wieder bei mir auflaufen werden.

Übrigens:

Gedruckte Schreiben erreichen den Empfänger schneller, wenn sie eingescannt und per eMail versendet werden.

Disclaimer:

Bitte sehen Sie mir nach, dass die einzige Möglichkeit voran zu kommen derzeit darüber führt, dass ich die ausbleibende Hilfe und die nicht-überwindbaren Widersprüche der Systeme öffentlich unter https://daniel-luecking.berlin/ptbsblog abhandele.

Sie wissen selbst, wie vielen anderen Ex-Soldaten es so geht, wie mir gerade.

Wo ist das Problem eine bezahlbare Krankenversicherung zu erhalten?

Wo ist das Problem, eine qualifizierende Ausbildung abschließen zu DÜRFEN?

Wo ist das Problem, Ex-Soldaten, wie mich in einen entlastenden, genesungsfördernden Heilungsprozess zu bekommen, statt sie mit Ämter-Terror zu zermürben und krank zu machen ?

Selbstverständlich erhalten Sie auf https://daniel-luecking.berlin/ptbsblog jederzeit Raum für Gegendarstellungen, wie es das Presserecht vorsieht.

Ich erwarte weiterhin Antwort zum Thema der Eingabe vom 10.07.2014 (Stichwort: 27.09.2008) sowie die Eingangsbestätigungen zu den Eingaben der vergangenen Woche mit den inhaltlichen Prüfungen meiner bundeswehrkritischen Beiträge und Erklärungen (19.08.2014 und 21.08.2014).

Gruß

Daniel Lücking

Schreiben, wie diese werden mich ab dem 1.9. wohl auch regelmäßig wieder erreichen.

Was ihr tut, hilft mir nicht

Derzeit arbeitet ein/e Fallmanager/ des Bund Deutscher Veteranen (BDV) an meinem Fall. Der BDV ist derzeit der einzige Verband, der Kompetenzen im Bereich der Veteranenunterstützung bietet. Ansprechstellen beim Deutschen Bundeswehrverband gibt es nicht. Fallmanager, die durch den Vorschriften Wirr-Warr begleiten ebenfalls nicht. Beide Vereine liegen absolut nicht auf meiner politischen Linie – und ich muss trotzdem dort Hilfe suchen.

Ich merke, dass mich die Zusammenarbeit mit dem/der Fallmanager/in belastet. Derzeit ist das primäre Anliegen dieser Person, mich sozial abzusichern und für eine Krankenversicherung und Versorgung zu sorgen. So sehr ich Hilfe brauche, so wenig hilft mir das, was da derzeit unternommen wird.

Stichwort: Berufsunfähigkeit

Ich bin nicht berufsunfähig. Ich schreibe, recherchiere und decke Sachverhalte auf, die zahlreiche andere Redakteure bisher nicht auf dem Plan hatten oder weil sie selbst bei Konfrontation mit dem Thema die Relevanz weder erkannt haben, noch das Thema auf den Tisch bringen wollen / durften.

Egal ob Verizon-Server im Bundestag oder das unerklärliche Verhalten verantwortlicher Unionspolitiker zur Untersuchungsausschusszeit : Ich arbeite.

Nun ist es das Ansinnen der/des Fallmanager/in meine Berufsunfähigkeitsversicherung zu aktivieren, die ich ab September so wie so nicht mehr bezahlen kann. Mir hilft das nicht. Ich soll auf eine Beschäftigungstherapie gedrängt werden, die aus Formularen befüllen, an Untersuchungen teilnehmen und auf Gutachterergebnisse warten besteht. Die „Feststellung der Berufsunfähigkeit“ erfordert dabei Dinge, die mich aber erst Recht krank machen.

Stichwort: Krankheit

Was mich belastet: die Trigger. Trotz all der Fähigkeit zu arbeiten, ist die permanente Existenzgefährdung unter der ich sowohl als freiberuflicher Journalist stehe, als auch das Problem „Autorität, die auf mein Leben wirkt“ immer wieder Auslöser für Stress.

Sobald diese Triggermomente da sind, die selbst aus meinem Umfeld niemand nachvollziehen kann, gerät mein Körper unter Stress. Stress, der Aufmerksamkeit kostet. Wie groß der Stress ist bemerke ich in den letzten Wochen. Mir passieren Rechtschreibfehler, die ich sonst nicht mache. Mir fehlt die Aufmerksamkeit, diese zu bemerken oder Texte so abzuliefern, dass Sie ins Blatt fallen.

Inhalt? Meistens kein Problem. Relevanz? Auch da bin ich an aktuellen Themen dran. Doch die Detailarbeiten oder der Zeitpunkt sind das Problem. Immer dann wenn mein Körper gerade aus irgendwelche Trigger-Gründen damit beschäftigt ist die Lebensgefahr abzuwehren. Mich triggern arrogante Chefs, die ihr Handeln nicht mit Sachargumenten begründen können (und denen es versteckt nur darum geht, Konfrontation zu vermeiden, irgendeiner politischen Partei oder der Regierung zu gefallen oder die schlichtweg zu bequem für irgendwas sind) und Menschen, die mich mit „Stellen Sie mal einen Antrag – ich schau dann, ob ich den bewilligen kann“ bedrohen.

Wenig hilfreich sind auch (ehemalige) Angehörige, die in ihrer Verzweifelung über meine Lage auf den Gedanken kommen „Du brauchst nur mal einen Arschtritt, damit du dich um die Sachen kümmerst“. Egal, ob aus Familie, Jobebene oder Verwaltung: ihr richtet damit Schaden an. Ich vergleiche es immer mit der Waffe am Kopf. Und ihr drückt mit eurem Handeln ab.

„Du bist befangen!“ – PENG

„Stellen Sie den Antrag – ich prüfe!“ – PENG

„Du brauchst nur mal einen Arschtritt!“ – PENG

Allen Personen gemeinsam: sie haben nicht erlebt, was ich erlebt habe. Sie wurden nicht geprägt durch das, was ich erfahren habe. Aber Sie maßen sich in einer unsäglichen Arroganz an über mich zu richten und treiben mich dadurch weiter in die Erkrankung.

Ihr wollt jemanden mit einem Beinbruch dazu zwingen einen Marathon zu laufen statt zu sagen – „Klasse, dass du mit Gips und Krücken schon so schnell voran kommst.“

Stichwort: Lösungen

Ich leide an einer Erkrankung, die ich durch den Dienst für den Staat erlitten habe. Keine der vorgesehenen Absicherungsmaßnahmen fördert die Genesung – die meisten wirken in meinem Fall eher krankheitsverschärfend.

Selbst Bundeswehrärzte erkennen das und rieten mir in der Therapie: „Tun sie, was gut ist, gut tut und unterlassen sie, was krank macht.“

Zivilversager ? Sozialfälle?

Belastete Veteranen scheitern im Zivilleben nicht daran, dass sie nicht wollen oder das sie unfähig werden. Sie haben in den Einsätzen Situationen überlebt und durchgestanden, von denen die Menschen, die ihnen nun die Pistole an den Kopf setzen nicht einmal eine Ahnung haben. Das Wissen darüber kann sich dabei niemand anlesen. Es ist nur durch erleben zu erlangen. Und selbst die Anwesenheit zur gleichen Zeit am gleichen Ort
garantiert nicht, dass es zum Zeitpunkt „X“ nachvollziehbar ist.

Ihr schickt uns in Kriege, in die ihr selbst nicht geht. Ihr verlangt, dass wir danach weiter nach euren Regeln funktionieren. Ihr braucht unsere Leistungsfähigkeit, unsere Ressourcen auf – und klagt uns dann, wenn wir zusammenbrechen dafür an, dass wir nicht funktionieren, wie die zahlreichen entspannten Schreibtisch-Täter und Anzugträger.

Ein Kriegsteilnehmer – egal ob Soldat oder Flüchtling – wurde schlichtweg überlastet, braucht Schutz, Ruhe und Regeneration. Die, die die Kriege anzetteln können das natürlich nicht eingestehen. Die logische Konsequenz ist, die Kriege gar nicht zu führen.

Therapeuten finden – nur wo?

Ich habe – selbständig – im letzten Jahr aufgearbeitet, verstanden und für mich sortiert. Das hat mich zu dem Maß an Handlungsfähigkeit gebracht, was ich jetzt habe. Nun soll ich durch Gutachter-Verfahren genau in diesen Dingen wieder herumrühren?

Es waren Situationen, wie im SPIEGEL-TV-Beitrag gezeigt, die zunächst dazu führten, dass ich zivile Ärzte für meine Behandlung ausgeschlossen habe. Ab Minute 10 ist der Auftritt des Veteranen Andreas Timmermann-Levanas (ATL) zu sehen, bei dem ich Anfang 2013 im Publikum saß.

Die Reaktionen des Publikums haben mich teilweise schockiert. Eine Psychologin, die im Beitrag nicht zu sehen war nannte eines der peinlichsten Kapitel der Veteranenversorgung und äußerte, dass Sie nie Soldaten behandeln würde. Ich sprach danach mit ATL, der mir schilderte, dass die Bundeswehr 2010 händeringend nach Psychologen suchte um die rasant steigenden Zahlen an traumatisierten Soldaten zu behandeln.

In einem Anschreiben formulierten die Militärs aber so provokant, dass die Psychologin aus dem Publikum wohl noch heute in Wut gerät. Das Militär machte quasi die Vorgabe, Bundeswehr-Patienten mögen zwar therapiert werden, aber bitte hinterher noch kriegsbereit sein, statt zu Friedensaktivisten zu mutieren.

Es war viel Aggression in der Stimme der Dame, viel Ablehnung und ich konnte all das zunächst nicht glauben. Ich fürchtete, bei vielen zivilen Therapeuten keine neutrale Behandlung zu bekommen und auf ähnlich – und zu RECHT! – verprellte Menschen zu treffen, wie die Dame aus dem Publikum.

Doch das SPIEGEL-TV-Video zeigt, dass ich schon damals viel näher am Zivilleben dran war, als am Soldatentum. Einer der Zuschauer merkt ebenso wütend an, dass im gesamten Vortrag von Andreas Timmermann-Levanas kein Wort über die afghanischen Zivilisten (Opfer der Angriff, wie auch Mitarbeiter der Bundeswehr) gefallen ist. Diese teils ganz fehlende, bestenfalls zögerliche Engagement der Mitglieder des Bund Deutscher Veteranen macht es für mich unmöglich, diesen Verein unkritisch zu sehen.

Therapie durch Bundeswehrstellen

Nach der Diagnose Anfang April 2013 war ich zunächst hoffnungsvoll. Doch Fehl- oder bewusste Falschinformationen, sowie seltsame Vorfälle in den Folgemonaten sorgen nun dafür, dass ich eine Behandlung und Begutachtung durch die Bundeswehr ablehnen muss. schon 2013 muss ich erfahren, dass sich dabei die Krankheitsaspekte verschärfen. Ich verwende einen Telegramstil, um an dieser Stelle abzukürzen:

Mitte Mai 2013 – Sozialdienst der Bundeswehr
Nach einer Beratung durch den Sozialdienst der Bundeswehr stelle ich Antrag auf Einstellung in die Schutzzeit (Rehamaßnahme für erkrankte Soldaten). Gleichzeitig stelle ich einen Antrag auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung (Zivil vergleichbar mit Berufsschadensausgleich). Die Bearbeitern berät mich jedoch unzureichend und schickt mich zum HARTZ4-Amt und Jobcenter. Ich versuche, diese Wege zu gehen, passe nirgends ins System, gerate durch die Erkrankung weiter unter Druck.

Ende Mai bin ich kaum in der Lage das Haus zu verlassen, liege teilweise zitternd auf dem Sofa, leide unter dem nächsten depressiven Schub. Eine Freundin, der ich vertraue schlägt homöopathische Mittel vor. Nach Tagen schaffe ich es die Apotheke aufzusuchen, die diese Mittel zusammenstellt. Die zwei Stunden, die ich brauche, um die Apotheke zu finden sind der Horror. Um mich nicht zu verlaufen bin ich auf die Internetverbindung meines iPads angewiesen. Nach Rückkehr in meine Wohnung dauert es noch drei Tage, bis ich mich für eine Demonstration für die Unterstützung der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning aus dem Haus bewegen kann. Nach der Demo gehe ich mit einigen Freunden zu einem Treffen. Freunde stabilisieren mich in den kommenden Monaten.

Zwischen Mai 2013 und August 2013 lebe ich dennoch in einer vergleichbaren Situation, wie jetzt: der gefährdete, nicht-stabile Lebensunterhalt triggert mich und verschlimmert die Symptome meiner Erkrankung.
Unnötig, wie sich herausstellt. Ein Paragraf im Soldatenversorgungsgesetz sieht vor, dass in meinem Fall eine Verlängerung der Bezüge – zumindestens 50% davon – in Frage kommt. Bis zum anonymen Hinweis vergehen zwei Monate – bis zur Bewilligung vergehen drei Monate, in denen ich nicht arbeitsfähig bin, weil ich quasi täglich getriggert werde. Triggern heißt: WAFFE AM KOPF SPÜREN – und das PENG im Ohr haben.

Anfang Juni 2013 – Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Ich trete Anfang Juni den Therapietermin im Bundeswehrkrankenhaus Berlin an. Dort ist das Traumazentrum und es ist mit dem Leiter Dr. Zimmermann offenbar die etablierteste Adresse beim Thema Trauma. Einer seiner Ärzte behauptet, meine Krankenversicherung würde es nicht dulden, dass ich das Krankenhaus während der Dauer des Behandlungszeitraumes verlasse. „Sie müssen die vollen drei Wochen hier bleiben. 7 Tage die Woche – 24 Stunden am Tag“, so der Arzt.

Soldaten dürfen das Krankenhaus auf eigenes Risiko über das Wochenende verlassen. Da ich als Beihilfeempfänger (70%) den Status Privatpatient (30%) habe soll das angeblich für mich nicht gelten. Versicherungstechnische Gründe.

Ich breche die Behandlung am ersten Tag ab. Zuhause breche ich zusammen. Anders kann ich es nicht nennen.
Ich raffe mich auf und spreche ein Video ins iPad, klage meine Versicherung an, die nicht tut, was hilft sondern mich durch die Kasernierung und das unnötige Einsperren weiter traumatisiert.

Ich halte damals wie heute keine Kasernierung aus. Die Parallele ist einfach zu verstehen: die Lagerunterbringung im Einsatzland. In Mazedonien stand ich 2001 unter Lebensgefahr, als wir das Camp in der Innenstadt von Tetovo wegen andauernden Kämpfen der mazedonischen Armee gegen kosovarische Schmuggler (so wurde es uns erzählt) abbauen müssen.

2006 sitze ich in Afghanistan in einem kaum gesicherten Camp in der Innenstadt von Kunduz hinter bröckeligen Lehmmauern mit Stacheldraht, während draußen die Bevölkerung wegen der Islamkarrikaturen bereit ist, einen Aufstand anzuzetteln. Tägliche Threatwarnings der Kategorie „Vorsicht in der Nähe der Lagemauer – es könnten Handgranaten über die Mauer geworfen werden!“ ISAF steht im Februar 2006 kurz davor ein Lager in der Innenstadt von Meymaneh zu verlieren.

Heute in ich erstmals in der Lage, Beiträge, wie diesen mit Einsatzbildern zu versehen – ich habe die über Jahre nicht in der Hand gehabt.

Aus dem Einsatz 2007/2008 habe ich keine Bilder. Einer der Gründe dafür ist die belastende Situation mit dem unfähigen Vorgesetzten, der mich mehrfach in Lebensgefahr brachte. Noch während des Einsatzes stoppte ich das Tagebuchschreiben. Bereits nach sechs Wochen in der Situation konnte ich abends nicht erneut alles aufschreiben, was an fachlichen Fehlern und Gefährdungen stattgefunden hat.

Mein Vorgesetzter hielt falsche Lagevorträge auf Englisch. Eine Sprache, die er nicht annähernd beherrschte. Es dauert gut zwei Monate, bis alle Teileinheiten (PRINT, VIDEO und ZIELGRUPPENANALYSE) meiner Einsatzeinheit die Gefahr ähnlich bewerten, wie ich. Für die Offiziere dieser Abteilungen ist es überwiegend der erste Auslandseinsatz in Afghanistan – ich wurde bereits durch die Entwicklungen 2005/2006 geprägt und belastet.

Im Februar 2008 trifft eine Delegation aus dem Einsatzführungskommando ein. Unser Koblenzer Kommandeur reist mit. Nach den Lagevorträgen der Teileinheiten, die jeder der Offiziere ohne Absprache untereinander vorträgt und jeweils nur die Auswirkungen auf die eigene Teileinheit schildert, sucht der Koblenzer Kommandeur unseren „Cheffe“ auf.

Nach einem längeren Gespräch verlässt „Cheffe“ das Büro mit Tränen in den Augen. Nach dreieinhalb Monaten erteilt er nun keine Befehle mehr gegen die fachlichen Einschätzungen der Offiziere aus seinen unterstellten Einheiten. Zu den englischsprachigen Konferenzen schickt er nun seinen Vertreter.

2011 treffe ich eine/n Offizier/in aus einem späteren Einsatz, den „Cheffe“ auch wieder als „Cheffe“ führte. „Mann, der war schlimm. Der saß den ganzen Einsatz nur im Büro und hat nichts entschieden.“ Ich erzähle, wie mein Einsatz lief. Der/die Offizier/in meint „Ich wusste gar nicht, dass ich es so gut hatte mit ihm.“

(SCHEISS TRIGGER)

Im letzten ISAF-Einsatz ist es der schwere Raketenangriff am 27.09.2008 auf das Camp in Masar-e-Sharif am 27.09.2008. Falschinformationen an die Presse und an den Bundestag machen aus dem schweren Angriff einen Zufallsbeschuss.

2013 auf dem Weg in die Therapie, die mir helfen soll ist Kasernierung für mich nicht mehr hinnehmbar. In einer Phase, wo ich weder Job, noch Unterhaltssicherung habe soll ich drei Wochen von der Bildfläche verschwinden ? Unmöglich.

Die Versicherung reagiert umgehend auf mein Video, bittet darum es aus dem Netz zu nehmen. Dass es entstand ist die Schuld des Bundeswehrarztes, der mir sagte, meine Versicherung würde es nicht erlaube, dass ich das Krankenhaus verlasse.

Im Juli 2013 starte ich einen erneuten Versuch, in die Therapie zu gehen. Nach zwei Tagen muss ich auch diesen wieder abbrechen. Zunächst sah es danach aus, als dürfe ich an den Wochenende das Krankenhaus verlassen. Beim gleichen Bundeswehrarzt tauchen auch nun wieder Probleme auf.
Die zivile Krankenversicherung gab mir schriftlich, dass ich nach Einschätzung des Arztes auf jeden Fall die Wochenenden, an denen keine Therapie stattfindet auch außerhalb des Krankenhauses verbringen dürfe. Für das Bundeswehrkrankenhaus würde das – so der wieder einmal falsch informierende Arzt – aber als ambulante Behandlung, die man nicht zulassen dürfe.

Ende Juli 2013 breche ich unter dem Druck zusammen, begebe mich ins Bundeswehrkrankenhaus. Plötzlich ist des dem Pflegepersonal egal. Ich darf mich – wie Soldaten auch – Dienstags nachmittags zwischen 15 und 20 Uhr außerhalb des Krankenhauses bewegen. Ebenso Freitags und am Wochenende zwischen 8 Uhr morgens und 20 Uhr abends.

Ich erhalte durch Dr. Zimmermann die Freigabe Dienstags meinen Stammtisch aufzusuchen – in den Wochen davor war ich erstmals in der Lage einen regelmäßigen sozialen Kontakt zu pflegen – das für Wochen ruhen zu lassen und in Isolation zu verweilen kam für mich nicht in Frage.

Seitens Dr. Zimmermann gibt es jedoch keine Erklärung für das Verhalten seines Mitarbeiters.

Die Phase zwischen Mai 20013 und August 2013 sorgt noch heute dafür, das ich kein Vertrauen mehr in Strukturen der Bundeswehr habe.

Druck von Außen

Im Dezember 2013 habe ich ein scheinbar zufälliges Gespräch mit einem „Bundesbediensteten und Truppenausweisinhaber“. Er baut Drohkulissen auf, insinuiert, wie gefährlich es für mich sei dieses Blog zu führen und will mich dazu bringen, dass ich alle Kraft in die Wiedereinstellung in die Bundeswehr setze.

Es ist ein Mitarbeiter mit höherer Stellung in einem Bundesministerium mit Sitz in Berlin – nicht Verteidigung oder Inneres. Er gibt sich antisemitisch, provoziert, schickt mir eine Schrift aus Wehrmachtszeiten und jubelt den Inhalt hoch. Er droht mir damit, dass Akten über mich angelegt würden, die Wahres („alles, was sie online so tun) und auch Unwahres („…und das, was man noch so hinzuerfinden kann.“) enthalten würden. Sein Rat: facebooken, bloggen und twittern einstellen.

Ich schildere den Vorfall online, treffe technische Schutzmaßnahmen, bin häufiger offline und vermeide Datenspuren im Internet zu hinterlassen, die falsche gedeutet werden können.

Ich schildere meiner zivilen Therapeutin die Auswirkungen dieses Treffens. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie mir glaubt oder den Druck nachvollziehen kann unter den mich das setzt. Ich sage den Folgetermin im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin für Januar 2014 ab, denn ich kann nicht mehr auf eine neutrale Behandlung vertrauen.

Zwischen Februar und Mai 2014 setze ich mich unter Druck, die Bachelorarbeit zu schreiben. Trotz gutem Notenstands von 1,5 und nur einem fehlenden Kurs schaffe ich es nicht. Ich wäre erneut abhängig von Autoritäten, einem quasi-vorgesetzten Professor. Ich schaffe es nicht.

Zum 31.8. endet das Semester – ein weiteres kann ich nicht zahlen.

Unterhalt

Weil die Absicherung meiner Kinder erst ab Mitte August 2013 gesichert war, lief bereits ein Antrag meiner Ex-Frau auf Unterstützung durch das Unterhaltssicherungsamt. Die Schreiben, die Eintreffen sind scharf formuliert, unterstellen, ich wäre nicht arbeitswillig oder würde meine Kinder nicht versorgen wollen.

Jedes Wort erhöht den Druck. Ich schaffe es irgendwie, diese Schreiben zu beantworten, reagiere binnen weniger Stunden darauf. Stelle klar, stelle richtig und mache deutlich, warum es zu dem Unterhaltsausfall kam. Ich begleiche die aufgelaufenen Forderungen. Bis mein Unterhalt gesichert war und regulär gezahlt wurde vergingen ab der Zusage immerhin wieder sechs Wochen. Im November gleiche ich Unterhaltsforderungen komplett aus. Ich habe den Zulassungsschein für den öffentlichen Dienst zurückgegeben. Damit verbunden war die Auszahlung von einbehaltenen Übergangsansprüchen.

Ich kann die angefallenen Girokonto-Schulden ausgleichen, letzte Anschaffungen für die freie journalistische Tätigkeit machen und bin – abgesehen vom Studienkredit – auf Plus/Minus-Null.

Im Februar 2014 geht mir erneut ein Schreiben zu. Obwohl ich im Oktober 2013 unter Aufwendung von Kraft, Selbstbeherrschung und mit größter Belastung binnen weniger als 8 Tagen eine Berechnung des Unterhalt erhielt und zusichern konnte, all das auszugleichen unterläuft dem Mitarbeiter des Jobcenters Paderborn im Februar angeblich ein Fehler. Mich ereicht – und triggert – das Schreiben vom 14.02.2014 in dem es heißt, ich hätte auf den Vorgang im Oktober 2013 nicht reagiert. Der Mitarbeiter schreibt sogar den Namen meiner Kinder flasch. Ich Antwort und stelle klar, dass ich die Behauptung, ich käme meiner Unterhaltsverpflichtung nicht nach ausgeräumt wissen will.

Das Entschuldigungsschreiben des Mitarbeiters geht am 18.02.2014 ein.

Fallmanager/in des BDV

Der/die Fallmanager/in des BDV versucht derzeit alle Register zu ziehen, um zum 1.9. eine Versorgungssituation zu schaffen bei der ich zumindest die Therapie fortsetzen kann. Unterhaltszahlungen werden nicht möglich sein – dazu ist mein Einkommen zu gering.

Das bedeutet Druck (TRIGGER!) vom Unterhaltssicherungsamt, denn die werden in Kürze mit den gleichen Drohgebärden Gutachen (TRIGGER!) oder aber 20 bis 30 Bewerbungen fordern, natürlich auf Jobs mit ausreichend Einkünften zur Begleichung der Unterhaltsforderungen.

Seitens des/der Fallmanager/in soll ich „unbedingt ins Bundeswehrkrankenhaus Hamburg“ um die Begutachtung (TRIGGER!) über mich ergehen zu lassen, soll dem Verfahren in dem über mich entschieden wird zuarbeiten (TRIGGER!) und soll mich in die Berufsunfähigkeit argumentieren lassen.

Ich kann arbeiten – aber ich ertrage nicht, das ich für Leistung keine soziale Absicherung in Form einer bezahlbaren Krankenversicherung haben werde. Ich ertrage nicht, dass ich in die Untätigkeit eines HARTZ4-Systems abgeschoben werden soll, wo ich gerade den Stand erkämpft habe, immerhin eine halbe Arbeitswoche durchzustehen.

Wie verblendet müssen die Bundeswehr- und Staatsinstanzen eigentlich sein, wenn Sie angesichts all dessen von mir fordern, ich solle „vertrauen“ ?

Die Frage geht an den Wehrbeauftragten und den beauftragten General für posttraumatische Belastungsstörungen und Einsatzerkrankungen.

Um nicht weiter belastet zu werden muss ich die Zusammenarbeit mit der/dem Fallmanager/in an dieser Stelle weitestgehend beenden, um nicht größeren Schaden aus dem „Hoffen auf Hilfe“ zu erleiden, als aus der prekären Situation, die ich ab September 2014 durchzustehen habe.

800 Euro von denen ich die Wohnung bezahle und das Essen – in der Hoffnung, dass ich einen Arzt finden, wenn ich einen Arzt brauche, der mich kostenlos behandelt. In der Hoffnung, mich irgendwie aus diesem Mist herausarbeiten zu können, vielleicht irgendwann für Journalismus, Redaktion und Recherche bezahlt zu werden.

Ich habe in den letzten Wochen mit einem Filmteam in zwei Interviews, die rund 8 bis 10 Stunden gedauert haben über Eintritt in die Bundeswehr, Ablauf und Verlauf der Einsätze sowie die Entwicklungen danach gesprochen.

Ich ersuche – und das ist gleichzeitig mein letztes Ansinnen an PTBS-Beauftragten / Wehrbeauftragten – dass dieses Rohmaterial, sobald es verfügbar ist, als Basis für Begutachtungen dient.

Ich werde mich nicht erneut durch ineffektive und re-traumatisierende Prozesse in der Genesung und Aufarbeitung zurückwerfen lassen oder Verwaltungsstrukturen über mich ergehen lassen, die mich krank machen.

Gern dürfen mir die angesprochenen Stellen Vorschläge unterbreiten, wie ich von 800 – 900 Euro aus Minijob und selbständiger Tätigkeit eine Krankenversicherung finanzieren soll. Bitte beachten Sie, das die Einordnung in Zwangssysteme, wie HARTZ4 dabei nicht möglich ist.

Priotrität 1 ist für mich: Depressionen und Trigger-Effekte vermeiden. Das ist derzeit bei staatlichen Zwangsmaßnahmen nicht möglich.

Priorität 2 ist für mich: als Redakteur ohne Repressalien arbeiten zu können. Offener Umgang, mit Themen, wie vom 27.09.2008

Priorität 3 ist für mich: eine Gesprächs- und EMDR-Therapie zu straten, mit der hoffentlich die Trigger-Effekte reduziert werden können.

Stellungnahme beider angesprochener Stellen erbeten bis Freitag, 22.08.2014.

Es fehlen auch Reaktionen und Stellungnahmen aus:

1. Büro von der Leyen, Stellungnahme zum 27.09.2008
2. Büro Merkel, Kanzleramt, Stellungnahme zum 27.09.2008
3. Büro Wehrbeauftragter, Stellungnahme zum 27.09.2008
4. Büro Bundespräsident Stellungnahme zur unkommentierten Rücksendung der Einsatzstiefel, sowie zum
27.09.2008
5. Erklärung des Begriffs „befangen“ von mindestens 2 Redaktionen anhand der verfügbaren Fakten zum
27.09.2008
6. Erklärung aller angeschriebenen Stellen, die den Sachverhalt „Adlon-Gespräch“ nicht nachprüfen

Danach haben Sie es geschafft und ein weiterer Wehrdienstgeschädigter bricht sein Verfahren ab, weil er die einzig logische Konsequenz daraus zieht, die ineffektive Verwaltungsstrukturen, die einzig die Abwehr von berechtigten Versorgungsforderungen stützen nahelegen: so weit weg vom Staat, wie nur irgend möglich.

Staatsfeind wollte ich eigentlich nie werden … Ich distanziere mich ausdrücklich von jeder Form von Gewalttätigkeit, die in diese Aussage interpretiert werden könnte. Gewalt ist für ebenso wenig ein Mittel zur Durchsetzung von Interessen, wie Schweigen legitim ist, um Macht zu erhalten und Missstände zu vertuschen.

Gleichzeitig stelle ich klar, dass jegliche Unterstellung einer etwaigen Suizidgefährung oder Fremdgefährdung falsch ist. Suizid ist keine Lösung – Gewalt gegen andere Menschen ist keine Lösung. Staatliche Repressalien in Form von Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung werde ich als solche kenntlich machen. Auf diese Ebene eines totalitären Staates sollten die angesprochenen „demokratischen, aber schweigenden Instanzen“ besser verzichten.

Update: 12:08 Uhr

Ich soll nun 300 Euro für eine private Krankenversicherung zahlen. Damit wäre ich zum 1.9. entweder wohnungslos oder ohne ein Budget für Lebensmittel.

Conti-KV

Zeitgleich gehen als Reaktion in den sozialen Netzwerken Kommentare ein. Ich habe versucht dort Uniformteile für einen symbolischen Preis zu verkaufen, um irgendwie den Lebensunterhalt zu sichern. Einige Unterstützer Teilen den Beitrag. Doch dass ich mich dringend aus Facebook zurückziehen muss machen die zersetzenden Kommenare deutlich, die eingehen. Das ganze findet in Gruppen statt, die angeblich Soldaten unterstützen (z.B. „Wir hören Radio Andernach“, „Bundeswehr und Reservisten“). Die Gruppen sind überwiegend öffentlich zugänglich, so dass keine Verletzung der Persönlichkeitsrechte vorliegt, wenn ich Screenshots mit Klarnamen anfertige:

Mobbing4

Mobbing3

Mobbing_5

Mobbing 7

27.09.2008 ? Haben Sie da was überlesen, Frau Regierungsdirektorin?

Zugegeben: meine Eingaben an den Wehrbeauftragten haben über die Jahre in ihrer Form einen starken Wandel angenommen. Proportional mit der Zunahme von ausweichenden Antworten oder „gar keinen Handlungen“ nahmen Bissigkeit und Polemik zu.

140728_Wehrbeauftragter

Das sollte jedoch nicht vom Lesen abhalten. Auch in der neuerlichen Anfrage vom 28.07.2014 bat ich erneut um Klärung – nicht nicht nur in Bezug auf die Wehrdienstbeschädigung, sondern auch zu den Vorfällen aus dem letzten Einsatz (27.09.2008). „Geflissentlich ignoriert“ ist wieder einmal die treffende Zusammenfassung.

Mehr noch: auch in dem Verfahren der Wehrdienstbeschädigung will sich die Regierungsdirektorin offenbar nicht durch unnötige Nachfragen in Handlungszwänge begeben.

„Soweit Sie beklagen, nicht über einzelne Schritte der Bearbeitung unterrichtet worden zu sein, kann ich hierzu keine Aussage machen. Grundsätzlich folgt jedes WDB-Verfahren einem bestimmten festgelegten Ablauf. Dabei sind auch regelmäßige Sachstandsinformationen an den Antragssteller vorgesehen.“


Verzögerungen leider nicht vermeidbar

Die stellvertretende Kraft des „Anwalts der Soldaten“ stellt sich offenkundig eher auf die Seite der Bundeswehrverwaltung, als auf die Seite des betroffenen Soldaten.

Ich muss da als Betroffener wohl schon mal Verständnis haben, dass, wenn ein neues Bundesamt eingerichtet wird, es da zu Verzögerungen kommen kann.

Als Dreist empfinde ich, dass sie darüber hinweg geht, dass in dem Fall seit über einem Jahr keine Benachrichtigung an mich ergangen ist und künftige Verzögerungen gleich auf meine Kappe schreibt. Wie kann mich auch all das nur belasten? Soll ich halt warten. Irgendwo ist ja im Prozess irgendwann eine Nachricht vorgesehen. Im übrigen ist all das nicht vermeidbar…

Ja, Frau Hetzel, ich hab da weitere Fragen und Klärungsbedarf:

1. Wann gingen seit Übersendungen des WDB-Antrags im Juli 2013 Benachrichtigungen durch die bearbeitenden Stellen an mich – oder – wie zuletzt geschehen an den Vertretungsberechtigten Anwalt Arnd Steinmeyer?

https://daniel-luecking.berlin/ptbsblog/2013/07/formularterror-vs-therapie-genesung/

2. Wie ist der „bestimmte festgelegte Ablauf“ des WDB-Verfahrens? WO ist dieser einsehbar und an welchen Punkten sieht dieser Ablauf Zwischeninformation vor?

3. Wie sieht der Wehrbeauftragte die Einsatzlast in meinem Fall sowie die nicht eingehaltenen Ruhezeiten zwischen den Einsätzen?

Bundeswehrzeit. Unten: Kalkulation unter Einhaltung der 4 / 20 Regel

Bundeswehrzeit. Unten: Kalkulation unter Einhaltung der 4 / 20 Regel

Zur Erinnerung: im gezeigten Verlauf lehnte ich 2006/7 einen Einsatz im März 2007 sowie im Juli 2007 aus Rücksicht auf meine Familie ab. Kuraufenthalte wurden 2006 „eher nicht mehr gewährt“ – intern sprach man damals davon, es habe wohl zu viele Anträge gegeben.

4. Thema 27.09.2008

Ich weise erneut darauf hin, dass das Parlament durch die unvollständigen, irreführenden Darstellungen der Bundeswehr zum 27.09.2008 in seiner Kontrollpflicht nicht nur eingeschränkt, sondern umgangen worden ist. Wer trägt für das Zustandekommen der Falschmeldungen durch die Bundeswehr die Verantwortung?

Pressemeldung, Unterrichtung des Parlaments geben nur einen Bruchteil der Vorfälle wieder. Durch die Antwort auf die Kleine Anfrage 17/13821 wird deutlich, wie viele weitere Informationen den Parlamentariern zunächst nicht mitgeteilt worden sind. Dr. Gregor Gysi spricht von Vertuschung von Kampfhandlungen – in Kenntnis der damaligen Vorfälle vor Ort kann ich dieses so nur unterstreichen.

Ich ersuche daher ein letztes Mal darum, dass die Antwort auf die kleine Anfrage öffentlich gemacht wird, sowie der Vorfall zum Gegenstand einer untersuchung gemacht wird. Entweder durch den Wehrbeauftragten oder durch den Verteidigungsausschuss. Auch in diesem Verfahren bitte ich um einen Beleg, dass der Wehrbeauftragte oder der Verteidigungsausschuss in diesem Fall aktiv geworden ist und das Zustandekommen der Falschmeldungen rund um den 27.09.2008 geprüft hat.

Ihr Schreiben vom 7.8.2014

Werte Frau Hetzel, liebe Bundeswehrverwaltung: über ein Jahr lang ging bei mir keine Information zum Sachstand ein und dann kommt eine derart rotzige, pampige Antwort, ICH solle nicht für weitere Verzögerungen sorgen und den Termin im Bundeswehrkrankenhaus wahrnehmen ?

Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass ich nicht erscheinen werde. Ich werde nicht erneut alles hinterfragen, durchleuchten, auseinandernehmen und in Frage stellen lassen, durch das ich im letzten Jahr in einer stationären und einer ambulanten Therapie gegangen bin. Ich werde nicht erneut riskieren, dass mich die Belastung dieser Ereignisse einholt oder das Bundeswehrstellen so reagieren, wie Sie, Frau Hetzel, es in ihrem Schreiben getan haben.

Reaktionen: Wehrbeauftragter

Am vergangenen Freitag ging nun eine Stellungnahme aus dem Büro des Wehrbeauftragten ein. Das zweiseitige Schreiben stelle ich hier wieder zur Verfügung:

Seite_1

Seite_2

Interessant sind besonders die Ausführungen von Herrn Günther auf der Seite zwei. Er bestätigt zunächst, es habe Differenzen gegeben. Dann kommt er zum Schluss, dass durch die Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE eine ausreichende Beantwortung stattgefunden habe.

Das rund 80 % der Informationen z.B. über ein Feuergefecht oder das festhalten der Angreifer fehlen ist für ihn kein Anzeichen dafür, „dass in der Unterrichtung des Parlaments falsch berichtet würde“. Ergo ist unvollständig für ihn wohl nicht falsch. Ich übertrage das dann mal auf die kommenden Steuererklärungen und jegliche weitere Anfrage von Amtswegen her …

Übergabe der Angreifer

Auch hier ist erkennbar, dass sich der Bearbeiter offensichtlich weigert, die Situation als Ganzes wahrzunehmen. Er greift auf, dass es wohl „eine Personenüberprüfung, aber keine Festnahme“ durch ISAF-Kräfte gab. Auf die Übergabe der Angreifer an die Afghanische Nationale Polizei geht er nicht ein.

Ich nehme diese Antwort nun zum Anlass auch den Wehrbeuaftragten in einem „Einschreiben eigenhändig“ darum zu bitten, diese Dinge zu hinterfragen und öffentlich zu machen.

Wenn das die Basis ist, mit der Politiker Einsätze der Bundeswehr beurteilen ist das Versagen in Afghanistan und auch künftigen Einsätzen kein Wunder.

Hier der nächste offene Brief, der Herrn Königshaus dann in den nächsten Tagen zugeht:

Sehr geehrter Herr Königshaus,

ich wende mich nun an Sie persönlich um in der Aufarbeitung meiner Traumatisierung voran zu kommen und in der Hoffnung nun endlich Antworten zu erhalten.

Ich wurde am 27.09.2008 Zeuge, wie die Bundeswehr Vorfälle in Auslandseinsätzen gegenüber der Presse, aber auch wesentlich gegenüber dem Parlament beschönigt.

Konkret geht es darum, dass in der Unterrichtung des Parlaments Informationen über die Heftigkeit des Angriffs auf das Camp Marmal in Afghanistan fehlen. Dies ist dabei noch der harmlose Aspekt.

Am 27.09.2008 befanden sich – mindestens kurzzeitig – afghanische Angreifer im Gewahrsam der Bundeswehr. Sie wurden an die afghanischen Behörden übergeben und – so wurde mir vor Ort zugetragen – kurze Zeit darauf getötet.

Diese Information war von sachkundiger Stelle (landeskundlicher Berater des Kommandeurs) vor Ort verfügbar, wurden aber nicht an die Abgeordneten weitergegeben.

Ich bitte Sie darum, am konkreten Beispiel des 27.09.2008 und der Meldungsübermittlung durch die Bundeswehr an das Parlament nachzuvollziehen.

Wie kann es sein, das ein Meldewesen toleriert wird, bei dem keine Informationen über festgehaltene und später getötete Menschen an das Parlament übermittelt werden?

Wie kann es sein, dass der Mitarbeiter ihres Hauses – Ministerialrat Fritz Günther – dieses irreführende Meldewesen als funktionierend erachtet, bei dem Informationen verschwiegen werden, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Handeln der Streitkräfte vor Ort nach sich ziehen könnten?

Welche Instanz im BMVg beobachtet und rechtfertigt den Umgang mit festgehaltenen Angreifern?

Warum haben diese Angreifer keinen Schutz nach internationalen Konventionen? Wie kommt die Bundeswehr dazu, festgehalten Menschen in ein nicht funktionierendes Rechtssystem zu übergeben?

Sichten Sie bitte die Antwort auf die kleine Anfrage, vergleichen Sie diese mit der Unterrichtung des Parlaments und der Pressemitteilung zu diesem Tag.

Gruß

Daniel Lücking