Isoliert und unter Druck

Überwachung verändert – diese Feststellung wird immer wieder verbreitet, doch nur die Wenigsten Menschen haben erfahren, was das für sie persönlich heißt. Am 3. Dezember 2013 kontaktierte mich ein Regierungsbediensteter. In einem mehrstündigen Kaffeegespräch setzte er mich teils subtil, teils plump unter Druck – die Folgen sind für mich bis heute ein Problem.

Adlon-Gespräch

„Hören Sie auf mit dem, was sie bei Facebook, Twitter oder in Blog veröffentlichen. Das führt doch zu nichts. Ziel muss doch sein, dass sie so etwas wieder bekommen.“

Der Bedienstete eines Bundesministeriums nutzt die Gelegenheit, um sein Portemonnaie zu öffnen und mir seinen militärischen Truppenausweis zu zeigen. Ich entnehme den Ausweis, prüfe Papierqualität, Dienstsiegel. Dienstgrad Fregattenkapitän der Reserve – ein Stabsoffizier.

„Sie wollen doch nicht, dass das alles in ihrer Kaderakte landet,“ fährt der ältere Herr fort.

„Was ist denn eine „Kaderakte“?“ – ich stelle mich dumm, denn ich erkenne schon am Jargon und der Vokabel, das hier Druck aufgebaut werden soll.

„Die Kaderakte enthält all das, was Sie online so tun. Plus das, was man noch so hinzuerfinden kann.“

Den genauen Wortlaut des Gesprächs kann ich nicht wiedergeben – schließlich hatte ich weder ein Aufnahmegerät parat, noch schrieb ich mit. Die Nachricht aber war klar: publizieren einstellen, Überwachung findet statt, Sanktionen sind zu erwarten.

Durch den Truppenausweis sowie eine später übersandte eMail aus einem Bundesministerium authentifizierte sich der Mitarbeiter auf zwei Wegen. Als Journalist darf ich das ernst nehmen. Oder soll ich von einem „Fälscher eines Truppenausweises, der einen eMailaccount im Ministerium gehackt hat“ ausgehen? Sein Dienstposten, den er in der eMail mit kommuniziert suggeriert mir Themengebiete, die hochrelevant und mit Sicherheit in Verbindung mit dienstlichen Aktivitäten stehen. Beweisen? Gar nicht erwünscht – nur der Eindruck muss passen und ich soll mich unter Druck gesetzt fühlen.

Auswirkungen

Das mehrstündige Gespräch mit vielen unterschiedlichen Themen, Andeutungen und scheinbar wertvollen Informationen, die der Bundesbedienstete über die Machtstrukturen in Berlin an mich weitergab hat viel angerichtet. Wie geht ein Mensch mit einer solchen Bedrohung um? Wie reagiert das Umfeld auf diese Drohung? Die Auswirkungen sind verheerend.

Normal ist das nicht – wir leben in einem demokratischen Staat mit Pressefreiheit. Das Repräsentanten oder Mitarbeiter des Staates so agieren ist nicht vorgesehen. „Normalbürgern“ wird ein rechtmäßiges Verhalten präsentiert, vorgelebt und sie sollen den Schluss ziehen, dass das auch für Sie der richtige Lebensweg ist.

Einem Journalisten in Deutschland staatlicherseits Themenverbote zu erteilen? Undenkbar.

Die Vorstellung, dass das wirklich stattfindet ist beängstigend und bedrückend. Für viele Menschen derart, das sie dieses Ereignis ausblenden oder die Wahrnehmung verweigern. Diese Menschen tun die Geschichte dann aus einem Schutzreflex heraus ab, ziehen sich zurück und meiden die betroffene Person. Sie meinen zu wissen, dass es auch für Sie zur Gefahr werden kann. Ich weiß nicht, ob in einem totalitären Staat, wie der DDR ein Austausch über solche Erfahrungen möglich war, vielleicht leichter möglich war, weil jeder diese Überwachung spürte ?

An dieser Bedrohung scheitern nicht nur Normalbürger. Auch für Journalisten ist es nicht normal und längst nicht Alltag, so direkt unter Druck gesetzt zu werden. Dabei hängt es wesentlich davon ab, welche Themen der Journalist bearbeitet.

Vom Ratgeber- und Technikschreiberling bis hin zum politischen Redakteur und Leitartikelschreiber nennen sich die Personen dieser Berufsgruppe „Journalist“. Sofern die Journalisten eine Ausbildung oder ein Volontariat durchlaufen haben, bekommen sie eine heile Gesetzeswelt aus Presserecht und Grundgesetz präsentiert, die es zunächst erst einmal undenkbar macht, dass Einfluss genommen oder gar Druck ausgeübt wird. Erst über Jahre im Beruf, Kollegenkontakte oder über eine entsprechende thematische Entwicklung kann der Gedanke aufkommen, dass auch in Deutschland unrechtmäßig auf Journalisten Einfluss genommen wird.

Persönliche Auswirkungen

Derzeit arbeite ich meine Kriegserlebnisse aus mehreren Afghanistaneinsätzen auf. Viele der belastenden Reaktionen meines Körpers und meiner Seele habe ich in den letzen Monaten überhaupt erst verstanden – die Probleme, die sie bereiteten haben über die letzten Jahre sehr viel in meinem Leben zerstört.

Autorität akzeptieren? Unmöglich. Nach zwei Lebensgefahrerfahrungen und insgesamt drei Einsatzmonaten mit einem vorgesetzten Stabsoffizier, der nur seinen Dienstgrad beherrschte, nicht aber sein Handwerk kann ich keine Entscheidungen über meinen Kopf hinweg mehr zulassen. Vertrauen ist das größte Problem. Wenn Vertrauen dazu missbraucht wird, mich in Richtungen zu beeinflussen, die ich nicht nachvollzogen und wissentlich bejaht habe, dann setzt mich das unter Druck. Ich spüre die Lebensgefahr, wie damals während der Phase des erhöhten Stress- und Lebensgefahrerlebnisses.

Es ist wie Radfahren – ein Mensch braucht in der Regel nur wenige Versuche, bis der Gleichgewichtssinn gelernt hat, den Körper so arbeiten zu lassen, dass wir beim radfahren nicht umkippen. Verlernen? In der Regel nicht möglich. Mir geht es so mit dem Lerneffekt in Bezug auf Autoritäten. In einer hierarchisch konzipierten Struktur oder Gesellschaft funktioniere ich nur noch am oberen Ende der Hierarchie. Und das ist für alle Beteiligten kein Spaß. Am wenigsten für mich.

Auswirkungen auf die Therapie

Auch Therapeuten sind Autoritäten. Therapeuten sind aber auch nur Menschen mit einem begrenzten Erfahrungshorizont. Ich kann nicht erwarten, auf einen Therapeuten zu treffen, der das Gespräch im Adlon auch so einschätzt, wie ich. Die Ausbildung schlägt als Erklärungsmuster oder Ordnungselement eher „Verfolgungswahn“ vor, als zu sagen: „Das, was der Patient da spürt ist das Resultat dessen, was er da erlebt hat.“

Nun verlangt auch noch die Bundeswehr, ich solle eine Begutachtung über mich ergehen lassen. Sie ignorieren dabei zunächst die vorliegenden Befunde sowie die über meine Dienstzeit dokumentierte häufigere Einsatzentsendung und die nicht eingehaltenen Schutzzeiten. Zur Erinnerung: hätte sich der Dienstherr Bundeswehr in meinem Fall an die zugesicherten Schutzzeiten zwischen den Einsätzen gehalten und auch mein Ausbildung zum Radioredakteur 12 anstatt nur zwei Monate stattfinden lassen, müsste ich noch bis 2018 als Soldat / Übergangsgebührnisempfänger geführt werden.
Dieser Stress fordere im letzten Jahr seinen Tribut. Ich zerbrach an dem, was ich im letzten Einsatz rund um den 27.09.2008 erlebte und nun versuche aufzuarbeiten. Gegen die Mauer aus schweigen. Gegen die Ignoranz.

Adlon-Gespräch und die Folgen

„ …enthält alles, was sie online so tun, plus das, was man hinzu erfinden kann“ – dieser Satz hallt gefährlich nach. Ohne Truppenausweis und Staatsdienstverhältnis wäre es ein wirrer Typ gewesen, den ich irgendwo auf Berliner Straßen traf. Doch so wollte dieser Mensch nicht erscheinen. Sein Auftreten war eindeutig. Sein Hintergrund wurde mir quasi aufgedrängt. Ich sollte mich bedroht fühlen.

Doch was passiert, wenn ich nun dem folge, was die Bundeswehr für mich vorsieht? Eine Begutachtung durch Bundeswehrärzte in Hamburg, die mich erneut zu belastenden Aspekten des Auslandseinsatzes befragen, denen ich sicherlich auch vom Adlongespräch erzählen müsste und die dann zu welcher unabhängigen Einschätzung kommen wollen?

Die Ignoranten und Unwissenden werden argumentieren: Verfolgungswahn. Armer Mensch. Mag noch nicht mal die Pillen nehmen, die wir ihm anbieten.

Die Wissenden werden sich vermutlich selbst schützen und mich irgendwie in andere Instanzen absteuern.

Komprommitierte, wie der Fregattenkapitän aus dem Adlon werden mir die Akte entsprechend schreiben …

Staatsfeind? Wollte ich eigentlich nie werden.

Der Titel meiner Bachelorarbeit macht deutlich, dass ich wohl längst so gesehen werde. Ich frage nach, wo keine Antwort gegeben werden soll. Das ist mein Job. Ich frage nach, warum das Militär vertuschen darf und Politiker die Augen verschließen. Das ist meine Überzeugung, denn solche Strukturen wollten wir in diesem Land nicht mehr haben. Nicht aus dem Demokratieverständnis heraus, mit dem ich aufgewachsen bin.

Das Ergebnis: Kaffegespräch, Druck, Drohungen, Ignoranz – und eben das systemische Ausgliedern aus den bestehenden Strukturen.

Das „Adlon“-Gespräch – warum die Pause nötig war

Nach nur wenigen Artikeln über den Fortgang der Therapie greife ich das Thema Trauma nun wieder auf. Die Aufarbeitung läuft anders, als 2013 – aber nicht weniger intensiv. Kritikern, die mir vorhalten: „Geh studieren und such dir eine Arbeit!“ kann ich derzeit nur mit meinem Assistenten begegnen. Manche habe ich auch schlichtweg aus dem Freundeskreis entfernt.

Kritik aus Reihen der Einsatzgeschädigten

Die Schlagzahl der Artikel hier hat sich ein wenig reduziert. Vereinzelt kam Kritik auf „Ja, Ja, die finanzielle Situation ist gesichert – schon hast du kein Interesse mehr am Thema!“ Diese Einschätzung ist schlichtweg falsch. Die Aufarbeitung der Erlebnisse kostet Kraft und Energie, die nicht immer gleichmäßig vorhanden ist – nicht zuletzt, wenn Druck auf mich ausgeübt wird.

Meine Konzentrationsfähigkeit schwankt sehr stark und die Rahmenbedingungen, um zu schreiben und Texte zu entwickeln sind nicht immer vorhanden. Schreiben – noch dazu wenn es einen Menschen selbst betrifft – ist kein Wasserhahn, den man aufdreht und schon fließen die Worte.

Das Thema verliere ich aber nicht aus den Augen. Weder für mich, noch für andere.

Adlon-Gespräch: Die eigene Strategie: „Ich mache weiter!“

In einem Phoenix-Interview habe ich thematisiert, wie ich derzeit meine Arbeit schützen muss. Über den Ablauf des „Adlon-Gespräch“ gebe ich im Text dann Auskunft.

Im Dezember griff mich ein „Regierungsmitarbeiter“ während meines Protests auf der Straße vor der britischen Botschaft ab und lud mich ein: „Da kann ja mal der eine Reservist dem anderen einen Kaffee ausgeben.“

In dem rund dreistündigen Kaffeegespräch drehte er mit mir eine kleine Runde durch die politischen Strukturen Berlins und gab mir einen intimen Einblick in die Arbeitsabläufe und mit welchen Kräften ich mich da derzeit anlegen würde.

Er riet mir, Facebook, Twitter und Blogaktivitäten einzustellen und war auch der Auffassung, dass das Thema meiner Bachelorarbeit nicht von allgemeinem öffentlichen Interesse sei.

Er: „Sie wollen doch keine „Kaderakte“ haben.“
Ich: „Was ist denn eine Kaderakte?
Er: „Da steht alles drin, was sie online so machen. Und noch das, was man so dazu erfinden kann.“

Schon zum Selbstschutz kündigte ich an, dass ich nicht etwa Islamkarrikaturen, Trauma oder Menschenrechtsverletzungen im Auslandseinsatz thematisieren würde, sondern Journalisten einen Überblick über notwendige Schutzmaßnahmen für die redaktionelle Arbeit geben will.

Im Gespräch zückte der Regierungsmitarbeiter irgendwann seinen Truppenausweis und meinte:

„Das Ziel muss doch sein, dass sie wieder so etwas bekommen.“ Ich entgegnete, dass er sich gar nicht vorstellen könne, wie sehr ich NICHT mehr Teil der militärischen Hierarchie sein will:

„Das einzige, was ich mir in Bezug auf eine Tätigkeit beim Bund noch vorstellen könnte wäre, im Büro des Wehrbeauftragten die Verfehlungen der Truppe zu verfolgen.“

Ein Widerspruch in sich

Wo genau der „Regierungsmitarbeiter“ mit mir hin wollte kann ich nur mutmaßen. Zunächst bescheinigte er mir, dass ich zu intelligent für eine normale Bundeswehrlaufbahn sei :
„Sie nehmen zu viel wahr und hinterfragen das dann. Das hätte die Offizierbewerberprüfzentrale feststellen müssen und sie gar nicht zum Offizier zulassen sollen. Solche Leute sucht man dort eigentlich nicht.“

So recht passt es nicht zu seiner Aussage, ich müsse doch wieder einen Truppenausweis bekommen.

Ich nahm prompt die Auswahlkommission in Schutz. Mein Abiturzeugnis legt mit einem Durchschnitt von 3,5 in der Tat nahe, dass ich nicht das hellste Birnchen am Weihnachtsbaum wäre.

Trauma-Exkurs

Der Regierungsmitarbeiter war bereit, mir ein paar hilfreiche Hinweise zu geben, was meine Traumatisierung angeht. Offenbar geschichtlich bewandert begann er seine Trauma-Deutung mit den Kriegszitterern im ersten Weltkrieg und der Feststellung, das im zweiten Weltkrieg das Phänomen seltener aufgetreten ist.

Der Aspekt (Todes-)Angst und Lebensgefahr über einen längeren Zeitraum ausgesetzt zu sein spielt offenbar eine wichtige Rolle für das Trauma. In meinen Einsatzerlebnissen ist dies häufiger zu finden. Insbesondere die Lager-Situation habe ich nach den Erlebnissen in Tetovo als belastend empfunden.

Ein Camp in der Innenstadt – im Wissen, wo das in Tetovo geendet ist, war schon die Einfahrt in das alte Camp in Kunduz eine Einstimmung auf die bedrückenden Gefühle, die ich aus dem März 2001 kannte. Eine ehemalige Gärtnerei mit Lehmmauern im Bereich der Stadt – die Parallelen waren eindeutig und stießen mir sofort unangenehm auf.

Mit der Verschärfung im Januar 2006 wurde das Camp dann im Februar 2006 zum Präsentierteller, der wohl nur durch Glück nicht zum Mittelpunkt einer gewalttätigen Demonstration wurde, wie das Camp in Meymaneh, Frayab.

Kein Ausweichen möglich

Auch in den späteren Einsätzen waren die Situationen belastend, in denen es keine Möglichkeit gab, mich in Sicherheit zu bringen. Die beiden Fahrten zu denen ich mit wenig oder schlicht falschen Informationen aufgebrochen bin waren dabei ebenso belastend, wie die Einbindung in die militärische Hierarchie.

Wenn eine fachlich korrekte Entscheidung auf Basis von „Eichenlaub auf der Schulter“ negiert wird, dann nimmt es gleichermaßen den Raum, das Richtige zu tun, wie das Festsitzen in einem Jeep, der ungeschützt in eine nicht angekündigte Tagesfahrt unterwegs ist.

Provokation am laufenden Band

Der „Regierungsmitarbeiter“ unternahm immer wieder Versuche mich zu provozieren. Konservative Ansichten ertrage ich in der Regel – über schwulenfeindliche oder antisemitische Äußerungen, wie sie in dem Gespräch passierten kann ich nicht hinweg sehen.

Als sich der Mitarbeiter am Ende des Gespräch vor der US-Botschaft von mir verabschiedete, stand am Pariser Platz gerade der achtarmige Leuchter – ein jüdisches Symbol.

Regierungsmitarbeiter: „Das Ding kennen Sie, oder?“

Worauf er mit der Frage hinaus wollte, war mir zunächst nicht klar, aber ich sollte die Information gleich erhalten:

„Dieses Facebook – das ist auch von so einem Juden gemacht.“

In einem späteren Mailkontakt ergänzte der Regierungsmitarbeiter sein Profil noch um einige weitere Einschätzungen. Passend zu einer „Tornisterkarte“ von 1941 ( heute heißen solche Karten für Soldaten „Taschenkarten“) ordnete er in der Mail ein, dass er die Einwanderungspolitik der letzten 30 bis 40 Jahre für verfehlt halte.

140126-Mail_1

140126-Mail_2

Ich habe mich nach über einem Monat jetzt dazu entschlossen, diese Dinge öffentlich zu machen. Eigentlich kein guter Stil für einen Journalisten private Nachrichten zu veröffentlichen – aber wie bereits erwähnt: die antisemitischen Äußerungen aus dem Gespräch, wie auch die weiteren Provokationen nehme ich nicht hin.

Ich habe weitestgehend anonymisiert – Rückschlüsse auf die Person sollten nicht möglich sein. Dienstliche Nachteile dürften sich auch nicht ergeben – nach eigenem Bekunden ist der Verfasser der eMail kurz vor Ende seiner Dienstzeit und denkt auf einem Buch herum, dass weitere intime Blicke in die Berliner Regierungsarbeit gibt.

Na, da kann ja mal der eine „Noch-Reservist“ dem anderen „Reservisten“ doch einmal Starthilfe geben und Werbung machen für das, was da irgendwann kommt.

Trennen? Nicht möglich.

Immer wieder wurde ich auch von Kommentatoren aufgefordert, das Traumathema aus meiner Arbeit heraus zu nehmen. Ich denke, mit der Erfahrung, die ich gesammelt habe, ist das nicht möglich.

Ich muss davon ausgehen, dass Kritiker mir in Zukunft bei jeder möglichen Gelegenheit das Trauma vorhalten und Recherchen, Artikel und Äußerungen damit entkräften wollen. Diverse Facebook-Diskussionen nahmen bereits diesen Verlauf.

Das, was ich erlebt habe hat – neben all den belastenden Aspekten, die mein Leben stark beeinträchtigen (Depression, erhöhte Wachsamkeit, Unfähigkeit zu Vertrauen) auch ein paar Vorteile, die ich hoffentlich bald für mich nutzen kann.

Bis ich dazu in der Lage bin, bitte ich mein Umfeld um folgendes:

1. Wenn weitere Regierungsmitarbeiter mit mir Kontakt aufnehmen wollen dürfen Sie es gern tun. Ich unterhalte mich gern über die Traumaaspekte und über Missstände in der Bundeswehr – wir können Stunden damit verbringen, ohne dass später Details veröffentlich werden, wie ich es heute tat. Nehmen die Gespräche allerdings den Verlauf des Adlon-Gesprächs, dann ladet euren Mist bitte anderswo ab.

2. Freunde und Kollegen: redet mit mir. Zahlreiche Diskussionen finden statt. Die Anzeichen dafür sind da, werden mir teils absichtlich, teils unabsichtlich mitgeteilt. Mit mir selbst reden tun jedoch die wenigstens. Über mich reden: offenbar einige.

3. Vorgesetzte und Arbeitgeber
In diesem Bereich kann ich mir nur wünschen, dass Anrufe und Beeinflussungen der redaktionellen Arbeit öffentlich gemacht werden, wenn sie kommen.

Ich mache mir keine Illusionen, dass es viele Möglichkeiten gibt, mir das Leben schwer zu machen. Besonders im finanziellen Bereich bin ich weiterhin nicht stabil – werde es wohl auch mit der schwankenden Leistungsfähigkeit nicht immer sein.