Wo ist meine G-Akte?

Ja, das hätte fast ein halbes Jahr ohne besondere Vorkommnisse werden können. Doch heute klingelt zur Nachmittagszeit das Telefon. Derzeit sucht die Koordinierungsstelle Einsatzgeschädigte oder eine andere personalbearbeitende Stelle meine Gesundheitsakte – kurz G-Akte. Keine Angabe zum Anlass der Suche – ich vermute irgendeine Routine.

Anders, als zunächst vermutet, befindet sich die Akte nicht im SanBereich der Julius-Leber-Kaserne. Nach dem unangenehmen Zusammentreffen im November hatte ich auf anraten meines betreuenden Arztes im Psychotraumazentrum veranlasst, dass meine Akte an den SanBereich Mitte übersendet wird. Damit hätte ich für alle Arztbesuche nur noch das Bundeswehrkrankenhaus als Anlaufstelle.

Laut eMail-Verkehr sollte die Akte auf dem Weg sein. Doch die Aussage des SanBereiches Julius-Leber ist,ich hätte die Akte „am Mann“.Um nachvollziehbar zu machen, dass das nicht der Fall ist, habe ich nun gewühlt und eMails kopiert, die Auskunft zum Anlass des Aktentransfers geben.

Dabei stieß ich auf die mir kürzlich zugesandte Kopie meiner Akte. Ich hatte im Mai darum gebeten und im Juni ging mir die Akte auch zu. Darin auch das Schreiben zum Arztbesuch um 15.11.2016, bei dem ich massiv unter Druck gesetzt wurde. Das Schreiben ist – wie erwartet – gespickt mit Formulierungen, die mich als „therapieunwillig“ und „ärztlich nicht führbar“ erscheinen lassen.

Status: der Soldat ist freigestellt zum Studium, gibt an „… ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder für die Bundeswehr
tätig zu werden…“

Immerhin treffend, denn ich bin nur noch Teil des Regulierungsapparates der Bundeswehr, weil ich durch den Dienst eine gesundheitliche Schädigung erlitten habe, die ich jetzt aufarbeite.

Herr Oberleutnant Lücking ist als Patient nicht führbar. Er macht die Vorgabe, dass bei ihm ine „moralische Verletzung“ anzuerkennen ist.

Interessante Auslegung meiner Antwort auf die Frage, ob ich weiteren Behandlungsbedarf sehe. Ich beschrieb, dass ich gewisse Aspekte auf Stress zurückführe, andere aber wohl eher in den Bereich einer moralischen Verletzung liegen. Eine Einschätzung, die einer der behandelnden Ärzte auch 2013 schon äußerte.

Die in …Berlin und Hamburg angebotenen Therapien der Fachärzte lehnte er ab.

Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Seit der Diagnose im April 2013 habe ich

– einen vierwöchigen Stationären Aufenthalt in Berlin und
– eine einjährige ambulante Therapie

absolviert. Ich lehnte lediglich die medikamentöse Behandlung ab und entschied mich für einen verhaltenstherapeutischen Ansatz.

Abgelehnt habe ich lediglich die „Trauma-Release-Exercise“-Methode, die mir die Bundeswehr nur beim „Standortpfarrer“ genehmigen wollte. Zuvor hatte ich über ein halbes Jahr eine sehr gute zivile Therapeutin, die dann aber nicht mehr von der Bundeswehr bezahlt wurde. Begründung: nicht erstattungsfähig. Seltsam nur, dass die Methode vom „Standortpfarrer“ angeboten wird – also durchaus im Repertoire des Dienstherrn eine Bedeutung hat. Dass ich mit einem neuen Therapeuten quasi wieder bei Null hätte anfangen müssen – kümmert offenbar niemanden. Dass ich damit auch Kapazitäten belegen würde, von denen die Bundeswehr, wie an vielen Stellen nachlesbar, schlichtweg zu wenige hat: kümmert offenbar auch niemanden.

Einlassen würde er sich eventuell auf eine … Online-Therapie.

Im Gespräch am 15.11.2016 versuchte ich dem Arzt klar zu machen, dass ich mit dem Psychotraumazentrum in Verbindung stehe und ein geeigneter Termin für die Teilnahme an der Onlineschreibtherapie-Studie gesucht wird. Auf der fachlichen Ebene liefen also Absprachen. Meine ausdrückliche Bereitschaft zur Teilnahme habe ich ebenfalls deutlich gemacht. Quittiert wurde es Seiten des Arztes mit: „Onlineschreibtherapie? Das ist doch nur eine weitere Möglichkeit sich dem Dienstherrn zu entziehen.“

Eine Behandlungsmethode, die vom Dienstherrn angeboten wird und bei der der Soldat die Option hat – vom Dienstherrn ausdrücklich gewährt – selbst zu entscheiden, ob der Befund hinterher in der G-Akte landet. Eingerichtet wurde diese Wahloption, damit mehr Soldaten Hilfe in Anspruch nehmen, ohne Auswirkungen auf ihre Karriere zu fürchten.

Da für mich ohnehin keine Karriere in Frage kommt, gebe ich eine Kopie des Abschlussbefundes, auf den ich derzeit warte, sehr gerne auch in die Akte.

Als Truppenarzt habe ich den Eindruck einer Vermeidungsstrategie, sehe keine Motivation zu einer Behandlung.

Nachdem ich im Sommer letzten Jahres wieder mit deutlichen Stressreaktionen zu kämpfen hatte, stand ich im regelmäßigen Kontakt zu Sozialdienst, Berufsförderungsdienst und Psychotraumazentrum der Bundeswehr. Ein Truppenarzt, der meinen Fall nicht kennt überfliegt meine Akte binnen 5 Minuten, macht mich danach 15 Minuten fertig und stempelt mich als „nicht führbar“ ab.

Eröffnung der Truppenärztlichen Stellungnahme

Der wirklich unverschämte Aspekt ist, dass mir dieses Schreiben nie zur Kenntnis gegeben wurde. Es nahm vom SanBereich Wedding direkt den Weg zum Sanitätskommando nach Diez. Das Schreiben ist voll von nachteiligen Behauptungen gegen mich, die nicht zutreffend sind. Ich kann nicht beweisen, was der Truppenarzt gesagt hat – der Truppenarzt aber kann in seinem Schreiben alles behaupten, was mir zum Nachteil gereicht.

Seltsam ist, dass bis zu diesem Zeitpunkt JEDER Befund des Bundeswehrkrankenhauses in Berlin und in Hamburg selbstverständlich in Kopie auch an mich gegangen ist. Auch normale ärztliche Begutachtungen – sogenannte BA 90/5 – bei denen es um dienstlich angeordnete Untersuchungen für z.B. Einsatztauglichkeit geht, haben ein vorgesehenes Feld, in dem der Soldat quittieren muss, den Befund erhalten und erklärt bekommen zu haben. Zusätzlich erhält der Soldat die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben.

Nun stehe ich ob der derzeit nicht (sofort) auffindbaren Akte sogleich im Verdacht, diese im Besitz zu haben, weil nicht ordnungsgemäß im Verantwortungsbereich desselben Truppenarztes nachgehalten wurde, dass meine Akte von Postleitzahl 13405 nach Postleitzahl 10115 transferiert wurde.

Wegen der Art der Aktenführung („Truppenärztliche Stellungnahme) sowie dem derzeit nicht nachvollziehbaren Verbleib meiner G-Akte habe ich heute Beschwerde beim Wehrbeauftragen eingereicht.

Ich will erreichen, dass alle betroffenen Soldaten, die in einem Versorgungsverfahren der Bundeswehr hängen mit einer 100%-Kopie ihrer Akte ausgestattet werden und jeden Befund verpflichtend auch als Kopie erhalten müssen.

Ich erlebte bereits im Juni 2014, dass keine der beteiligten Bundeswehrstellen etwas zum Verbleib von Akten aus meinem Versorgungsverfahren sagen konnten. Meinem Anwalt wurde damals am Telefon gesagt „Wir wissen nicht, wo die Akte ist. Wenn Sie hier anrufen machen Sie es nicht besser – eher schlimmer.“ Zum Zeitpunkt des Anrufes hatte es seit einem Jahr keine Benachrichtigung zum Stand des Verfahrens gegeben.

Es ist übel, dass Ärzte das Vertrauensverhältnis, das Patienten immer annehmen derartig ausnutzen. Logische Konsequenz aus diesem Verhalten wäre, zu jedem Arztbesuch entweder eine_n Zeug_in mitzunehmen oder alles im Video oder Audio festzuhalten, was gesprochen wird.

Mich halten diese Erfahrungen derzeit davon ab, Vorsorge- und Routineuntersuchungen anzugehen, die in meinem Alter angemessen werden. Ich kann mir nicht sicher sein, dass nicht erneut Druck ausgeübt wird. Bei meiner Bänderverletzung im Januar überlegte ich sogar vor dem Besuch der Notaufnahme, ob ich nicht besser darauf verzichte.

Ich hoffe darauf, dass der Wehrbeauftragte in diesem Fall Abhilfe schaffen kann. Verpflichtende Kopien über alle Befunde und Stellungnahmen für die betroffenen Soldaten sollten eine Bundeswehr vor keine unüberwindbare Herausforderung stellen, die ansonsten jeden Vorgang routinemäßig in mindestens 3 bis 6 Ausfertigungen dokumentiert, bei dem sich die Möglichkeit ergibt, einem Soldaten hinterher ein Fehlverhalten anzulasten. Bloß umgekehrt wollen es manche Stellen wohl nicht haben. Soviel zum Thema „Tapferkeit“ und „Fürsorgepflicht“ des Dienstherren.

Pause – Online-Schreib-Therapie – Teil 3

CIMIC-Tour Dezember 2005

Mittlerweile sind drei der insgesamt 10 Sitzungen der Onlineschreibtherapie absolviert. Nachdem zunächst die Kindheitsphase bis 10 Jahre aufzuschreiben war, folgte dann die Phase bis ins Alter von 18. Es entstanden sehr persönliche Texte, die ich nicht öffentlich zugänglich machen werde – zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Die Anweisungen für die Schreibaufgaben sehen im wesentlichen aus, wie in der Aufgabe 3, die ich heute bearbeitet habe:

Ich möchte Sie bitten, in diesem dritten Text zu Ihrer Biographie Ihre Lebensphase vom 18. Geburtstag bis zum Erleben des traumatischen Ereignisses zu beschreiben. Bitte versuchen Sie, erneut genau aufzuschreiben, was Sie in dieser Zeit erlebt haben. Ihre Erinnerungen können dabei wieder Worte, Bilder, Gerüche, Gefühle oder Körperwahrnehmungen umfassen.

Ich möchte Ihnen dazu abermals einige Anhaltspunkte geben, welche Ereignisse in dieser Lebensphase vorkommen können. Diese Vorschläge müssen nicht von Ihnen abgearbeitet werden, sondern sollen nur eine Hilfe darstellen.

Wohnort/Umzüge
Arbeit/Beruf – Studium
Eintritt in die Bundeswehr
Freizeitgestaltung, Hobbys, Musik
Beziehungen
Heirat, eigene Familie, Geburt eigener Kinder
Freunde
Charakterzüge Ihrer Person im Erwachsenenalter
Vorbilder
Krankheiten
Auf was sind Sie besonders stolz?
Was war in dieser Lebensphase problematisch? Wie haben Sie es gelöst bzw. wie wurde es gelöst?

Bitte beachten Sie auch wieder die in den letzten beiden Schreibaufgaben erwähnten allgemeinen Hinweise zum Schreiben: Schalten Sie Störfaktoren in Ihrer Umgebung aus und nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. Gerne können Sie zur besseren Erinnerung wieder Hilfsmittel verwenden.

Schreiben Sie auch wieder in der Ich-Form. Sollte Ihnen nicht sofort etwas einfallen, bleiben Sie bitte trotzdem 45 Minuten sitzen und versuchen weiter, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren.

Nach dem Schreiben sollten Sie versuchen, sich zu entspannen.

Nachdem Sie den Text geschrieben und abgeschickt haben, erhalten Sie innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung von mir.

Herzliche Grüße,


„Wie geht’s dir?“

Es war die Frage eines Kollegen / Bekannten, den ich heute im Zug traf, die mich vor eine quasi unlösbare Herausforderung stellte. Was soll ich darauf antworten? Wie geht es mir?

Der Tag sollte heute nach dem Frühstück die Schreibaufgabe umfassen, dann packen und ab in den Zug zur obligatorischen Familienweihnacht. Doch aus den 45 Minuten Schreiben wurden 150 Minuten. Fast 5.000 Worte oder rund 32.000 Zeichen. Im Rückblick auf die Aufgabe, habe ich wohl viele der geforderten Aspekte nicht genannt. Auslöser dafür war, dass mir die Eingrenzung „bis zum Erleben des traumatischen Ereignisses“ nicht recht gelingen will.

Die Frage zielt auf Traumata ab, die mit einem sehr konkreten Ereignis, das einen festen Zeitpunkt hat verknüpft sind.
Bereits in vorherigen Therapien konnte ich z.B. mit dem Leiter des Psychotraumazentrums feststellen, dass in meinem Fall – und das ist nicht selten – das punktuelle Ereignis fehlt. Zur Erklärung bietet sich die Analogie eines Knochenbruchs an. Ein Knochen kann spontan brechen, wenn zu Beispiel ein Sturz oder andere stumpfe Gewalt auf den Knochen wirkt. Am Ende meines Aufenthaltes im Bundeswehrkrankenhaus im Jahr 2013 ergab sich aber eher das Bild eines Ermüdungsbruches. Also im Endeffekt der gleiche kaputte Knochen, aber eben gebrochen durch eine dauerhafte Überlastung.

Mir war es beim Schreiben heute nicht möglich, einen konkreten Zeitpunkt zu benennen und so arbeitet ich mich durch die insgesamt vier Einsätze. Es fällt mir dabei schwer, auf Einzelheiten zu fokussieren, da viele dieser Erlebnisse so präsent sind, als lägen sie nicht 16 (KFOR), 11 (ISAF 1), 9 (ISAF 2) oder 8 (ISAF 3) Jahre zurück. Bereits bei den vorherigen Aufgaben merkte meine Therapeutin an, dass ich mich an sehr viele Aspekte der immerhin mehr als 27 bis 34 Jahre zurückliegenden Phase erinnern könne, was nicht selbstverständlich sei. Ich wünschte, diese Zeit würde verblassen, wie manches Bild.

Lochkamera-Aufnahme Taloquan Januar 2006 – 5 MInuten Aufnahmedauer

Heute holte mich diese Erinnerungsvermögen beim Schreiben ein. Seit Mitte November klar wurde, dass die Online-Schreib-Therapie bereits im Dezember statt erst im März / April stattfinden muss, hängen meine Gedanken wieder sehr häufig an den belastenden Aspekten der Einsatzzeiten. Das sorgt derzeit für massive Einschränkungen. Zeitweise fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Generell bin ich nachdenklicher und zurückgezogener, als sonst. Selbst feste Termine im Freundeskreis nahm ich unregelmäßig, lustlos oder gar nicht wahr. Ein Weihnachtsraclette, das ich eigentlich mit Kommilitonen veranstalten wollte fand nicht statt. Mir fehlt schlicht die Kraft.

Im Studium tue ich mich derzeit schwer,die Themenfindung für die im Februar fällig TAZ-Beilage hinzubekommen. Selbst das Thema NSA-Untersuchungsausschuss, das ich in den letzten Jahren intensiv verfolgt habe und das zum Dreh- und Angelpunkt meiner journalistischen Arbeit wurde verlangt mir mehr ab, als das je der Fall war. Selten hatte ich das Gefühl festgefahren zu sein so stark, wie im Moment.

CIMIC-Tour Dezember 2005 – irgendwo in den Bergen südlich der Verbindungsstraße zwischen Kunduz und Taloquan

Ausblick

Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen zur Ruhe kommen und klebe nicht mit den Gedanken ständig an den belastenden Aspekten der Einsatzzeiten. Vielleicht gelang es mir, durch den heutigen Text diese Gedanken in Bits- und Bytes zu bannen. So, wie ich das auch hier mache – in der Hoffnung, dass nach einem Text wieder Raum für Ruhe und Kreativität ist. Beides ist dringend erforderlich.

Die nächste Schreibaufgabe wird wieder aufwändiger und erfordert zeitliche Planung, da rund um die 4. Schreibaufgabe wieder eine Reihe von Speichelproben abzugeben ist. Über die gesamte Dauer – vor, während und nach – der Schreibtherapie habe ich an gewissen Punkten diese Proben abzugeben. Ziel ist die Veränderung der im Speichel enthaltene Stresshormone zu beobachten. Doch bis zur nächsten Schreibaufgabe sind es noch volle drei Wochen.

Wer als Staatsbürger mal in Uniform steckte, der soll hinterher die Klappe halten

„Ärztlich nicht führbar“

Nach dem am vergangenen Dienstag (15.11.2016) erkennbar Druck aufgebaut wurde, ich sei weder therapiewillig, noch kooperativ und „ärztlich führbar“ nahm ich Kontakt zum Psychotraumazentrum auf. Zuletzt mailten wir am 19.10. und verblieben, dass ich zum März 2017 in einen Durchgang der Online-Schreibtherapie eingesteuert werden könne. Nun beginnt die Onlineschreibtherapie bereits mit der Begutachtung am 6.12.2016. Neben den Arztgesprächen steht ein Schlaf-EEG, eine Blutentnahme und die Abgabe einer „zwei Zentimeter Haarprobe“ auf dem Programm.

Warum überhaupt Therapie

Nachdem im April 2013 die Einsatzschädigung diagnostiziert wurde und ich erneut mit Depressionen zu kämpfen hatte, folgten zwei mehr als anstrengende Jahre. Nicht nur die Therapie, sondern auch der vierwöchige stationäre Aufenthalt im Bundeswehrkrankenhaus, den ich mittlerweile rückblickend „Depressionen, dein Leben und du – kommt klar miteinander“ nenne, kosteten viel Kraft. Via Social Media, aber auch in direkten Gesprächen wurde ich für den offenen Umgang mit der Erkrankung, aber erst recht wegen dem Einblick, den ich in die Therapie und den Umgang der Bundeswehr mit mir gebe, unter Druck gesetzt. Teils mit plumper Drohung, wie im Adlongespräch dokumentiert – teils mit Mobbing via Facebook.

Das Blog war von Anfang an Selbstschutz, der sich schnell bewährt hat. Falschinformationen über die Versorgungslage, die ich vom Sozialdienst der Bundeswehr erhielt, konnten durch anonyme Hinweise, die eingegangen sind, entschärft werden.

Ruhe kehrte erst im März 2015 ein, als die Schädigung anerkannt war und die Versorgung gesichert war. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Therapie-Methode TRE- Trauma Release Exercise erlernt und durchlaufen und war erstmals seit Jahren wieder in der Lage, die Auswirkungen von Stress zu bemerken, bevor sie wieder in lange Phasen der Depression führen.

Tendenziell versuche ich weiterhin viel zu lange, einfach nur zu funktionieren, den Stress auszuhalten und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Die Kompetenz Gegenmaßnahmen zu treffen, ist hart erarbeitete und fehlte vor 2013 ganz.

Phasen mit besonderer Belastung gab es immer wieder. Ende Januar 2016 häuften sich die Termine und Aufgabenstellungen zum Ende des Wintersemesters – im Ergebnis zog ich mich zurück, versuchte, so gut, wie möglich dem ganzen gerecht zu werden. Mit 28 von 31 Leistungspunkten schaffe ich es, nahezu 100% des geplanten Studienprogramms abzuschließen.

Im Laufe des Mai 2016 sind es erneut die Auswirkungen von Stress, die für eine Verschärfung der Symptome sorgen. Zu viele Aufgaben im Studium, wie die zeitgleiche Arbeit an mehreren Themen – kaum eine Möglichkeit, Ausgleich zu schaffen. Nahezu tägliche Präsenz in Kursen – 5 bis 7 Zeitstunden – sowie im Anschluss die Arbeit an den Kursaufgaben. Jede einzelne Aufgabe für sich zu bewältigen – in der Summe und Kombination der Termine aber irgendwann zu viel.

Nicht nur mir geht es so. Kommilitonen sind ebenfalls unter Druck – Jahrgänge vor uns schildern, es sei ein Phänomen, dass regelmäßig im Sommersemester auftrete. Drei Monate gefüllt mit einem Pensum, dass im Wintersemester auf vier Monate verteilt ist. Mein persönliches „irgendwann zu viel“ bemerke ich jedoch erst, als bereits die Beziehung zu meiner damaligen Freundin leidet und massiv Schaden nimmt. Funktionieren im Studium geht zu Lasten normaler Aktivitäten. Fehlende Freizeit erhöht die Anspannung, vermindert die Qualität der Arbeitsergebnisse, sorgt für Enttäuschung, Erschöpfung, Depression.

Am Ende des Semesters stehe ich im Studium bei 45 von 60 Leistungspunkten, die zu diesem Zeitpunkt erreicht sein sollten. Aber immerhin nicht mitten in einer Depression, aus der ich nicht raus komme.
Im Laufe des Semesters reduzierte ich, priorisierte auf Kurse, die machbar waren und verlor auch die Arbeit am Thema NSA-Untersuchungsauschuss nicht aus den Augen, die – nach Rücksprache mit der Studiengangsleitung – auch auf die Studienleistungen angerechnet werden wird (Hospitanz).
Zumindest in Arbeitsbelangen schaffe ich es, eine Balance zwischen Selbst- und Fremdbestimmung hinzubekommen.
Dass diese Situation nicht ideal ist, ist mir schnell klar. Es kostet massiv Kraft und die Auswirkungen gehen zu Lasten des Privatlebens. Ich nehme Kontakt zum Berufsförderungsdienst auf, der für die Verwaltung meines Studiums zuständig ist. Das Studium gilt als Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation im Rahmen der Schutzzeit. Ich hoffe darauf, dass ich das Sommersemester 2017 als Urlaubssemester nutzen darf, um eine Kur in diesem Zeitraum zu machen.
Die Bearbeiter versichern mir, niemand erwarte, dass ich das Studium in der Regelstudienzeit abschließe. Der Grad der Schädigung, den ich aufgrund der Depressionen / Anpassungstörung habe, liegt bei 30%. Das letzte halbe Jahr zeigt mir, wie sehr das leider weiterhin zutrifft.

Bereits seit Juni besteht wieder Kontakt zum Psychotraumazentrum. Etwa zur gleichen Zeit, als ich Kontakt zum Berufsförderungsdienst wegen dem Urlaubssemester aufgenommen habe, meldet sich eine der Ärztinnen telefonisch mit dem Therapieangebot. Da ich im Oktober 2016 und Februar / März 2017 bereits die Zusagen für Praktika im Rahmen des Studiums habe, erscheint mir der Einstieg in die Therapie jedoch erst für April 2017 als sinnvoll. Therapie und Kur ließen in dem Semester dann wenig Raum für Präsenzveranstaltungen an der Hochschule – Studienleistungen wären aber immerhin noch im Rahmen von Hausarbeiten möglich.

Nun kommt es anders

Der Unterton des Arztgespräches am vergangen Dienstag und die abwehrende Haltung gegenüber der „Online-Schreib-Therapie“, die der Verwalter zeigt, machen wieder einmal deutlich, wo das System krankt. Verwaltende Stellen üben Druck aus – eine Rücksprache mit der Fachebene erfolgt erst, nachdem Druck auf den Patienten ausgeübt wurde. Von den Angeboten der Fachebene hält die verwaltende Stelle indes wenig, wie der Gesprächsverlauf deutlich machte.

Bereits 2013 äußerte der Leiter des Psychotraumazentrums Dr. Zimmermann, dass in meinem Fall Anzeichen für eine „Moralische Verletzung“ vorhanden seien. Moralische Verletzungen treffen z.B. Menschen, die gezwungen werden, gegen ihre Grundwerte zu handeln oder gesellschaftliche Tabus (z.B. das Töten von Menschen oder das sterbenlassen von Ertrinkenden) zu brechen. Vielfach ähneln die Symptome dann einer PTBS und gehen mit Depressionen einher.

Der verwaltenden Arzt kennt den Begriff „Moralische Verletzung“ nicht – schon ein Blick in die DBwV-Zeitung vom August 2016, die in seinem Wartezimmer ausliegt hätte geholfen. Dort ist ein langes Interview mit dem Leiter des Psychotraumazentrums zu genau dieser Thematik.

Der verwaltende Arzt ist damit beschäftigt, meine Behandlungsakte auf Indikatoren für mangelnde Kooperationswilligkeit zu durchforsten. Dass ich mich für den verhaltenstherapeutischen Ansatz entschieden habe, statt für die Einnahme von Psychopharmaka, wird zum Indiz für „ärztlich nicht führbar“.

Das ich die TRE-Methode, die ich über 6 Monate mit einer Heiltherapeutin erlernt und durchgeführt habe nur mit dieser fortsetzen will, statt mit einem von der Bundeswehr gestellten „Standortpfarrer, der die TRE-Methode jetzt auch anbietet“ – Indiz für „ärztlich nicht führbar“.

Das ich die Onlineschreibttherapie ins Frühjahr legen will, in eine Zeit mit mehr Tageslicht, weil ich fürchte, die Reflektionen und Fragestellungen könnten wieder zu Depressionen führen – Indiz für „ärztlich nicht führbar“.

Ich schildere dem „Verwalter“, dass die Auswirkungen von Stress, wie ich sie in den letzten Monaten beobachten konnte leider immer auch mit Rückzug und Anhedonie einher gehen. Methoden der MBSR Mindfulness-Based Stress Reduction habe ich im Psychotraumazentrum erlernt – auch die TRE-Methode hat Schnittmengen – und wende sie an. Sie lindern zumindest manche der Symptome. Der „Verwalter“ meint: „Wenn Sie als Eremit leben wollen, dann können sie das ja gerne tun. Aber dafür sollte ja die Bundeswehr nicht zahlen müssen.“

Der Verwalter vergleicht mich mit einer „magersüchtigen Frau“, die ärztlich auch nur das zuließe, was dem Hauptziel „abnehmen“ nicht zuwider liefe. Auch auf solche Patientinnen trifft zu: „ärztlich nicht führbar“.

Therapiezeitpunkt

Nach Rücksprache mit der betreuenden Ärztin des Psychotraumazentrums werde ich nun zum 6. Dezember in einen Durchgang der Online-Schreibtherapie eingesteuert. Der Zeitpunkt ist das Resultat des Gespräches am Dienstag, um zumindest den Vorwurf zu entkräften, ich sei nicht therapiewillig.

Der Zeitpunkt der Schreibtherapie fällt damit in den Zeitraum, indem ich drei meiner vier Auslandseinsätze absolvierte. Die Eskalation in Mazedonien 2000/2001, die uns zur Aufgabe und Abbau des umkämpften Camps zwang. Die Medienarbeit in Afghanistan 2005/2006, als die „Karrikaturen“ für Demonstrationen und Angriffe auf Camps mit einem Beinahme-Totalverlust des Camps in Meymaneh führte. Afghanistan 2007/2008 – ein Einsatz der mit dem Begriff „Chefkalation“ gut zusammengefasst ist und der neben drei Monaten hochgradig stressiger Arbeit rund um einen fachlich und englischsprachlich wenig kompetenten Chef mindestens zwei lebensgefährliche Situationen mit sich brachte. Diese Erlebnisse sorgen bis heute dafür, dass ich bei autoritären, cholerischen Chefs und Teamleitern unter Druck gerate und nur flache Hierarchien halbwegs ertrage.

Ich habe längst verstanden und analysiert, was diese Einsätze in mir verändert haben und welche Grenzerfahrungen das mit sich brachte. Ich ging davon aus, mit der Schutzzeit, die bis zu 5 Jahre dauern darf nun Raum zu haben, um mit all dem umgehen zu lernen. Ich vermeide die Situationen nicht, stelle mich in Praktika auch wieder Chefsituationen und schaue, was für mich geht, was ich um welchen Preis aushalten kann und was nicht.

Für den Verwalter aber zählt das nicht. Er hat im Kopf, was er auch im Arztgespräch schildert. „Es gibt Leute, die können für die Bundeswehr keinen Handschlag tun, aber bauen nebenbei eine Hundzucht in Brandenburg auf. Das ist ein Fulltimejob.“

Seine Denkweise macht deutlich, dass jeder Fortschritt, den ich im Rahmen des Studiums und entlang der journalistischen Projekte erzielt habe als Indiz dafür betrachtet werden kann, ich würde das System für meine Zwecke ausnutzen.

Dass ich in Zeiten der Überlastung und Depression mit den Auswirkungen allein bin, keinen Text auf die Reihe bekomme, sieht der „Verwalter“ nicht. Dass der Antrieb für Artikel wie diesen schlichtweg Angst ist – Angst, ausgelöst durch Anschuldigungen und den Druck des Verwalters selbst – wird zum Indiz für Leistungsfähigkeit, die ich der Bundeswehr, frecherweise vorenthalten würde gewertet.

Schalte ich einen Anwalt oder den Wehrbeauftragten ein, dann bin ich wieder „ärztlich nicht führbar“.

Die gleichen „Verwalter“ kenne ich aus der aktiven Dienstzeit. Sie schrieben tauglich für Einsätze. Sie werteten Belastungsbögen nach den Einsätzen aus. Sie lehnten Präventivkuren nach Einsätzen ab, weil „das schon zu viele in letzter Zeit in Anspruch genommen haben“.

Effekte

Seit dem 15.11. muss ich wieder mehr Kraft für eigentlich Alltägliches aufwenden. Es kostet Kraft, die Termine wahrzunehmen, die anstehen. Es kostet Kraft, Freunde zu treffen, weil ich nicht schon wieder „der mit Problemen“ sein will. Das ich dennoch nicht auf Ablehnung treffe ist ein großes Glück. Es kostet Kraft, mit den Gedanken nicht ständig bei der Drohkulisse zu landen, die am 15.11. aufgebaut wurde – und doch ist es manchmal nicht zu vermeiden. Es kostet Kraft, all das auszuhalten in dem Wissen, dass ich keine Aussicht darauf habe spontan in einen vollbezahlten Job einzusteigen, der Raum lässt für die Aufarbeitung, die immernoch andauert. Es kostet Kraft, weiter zu machen, wenn jeder kleine Fortschritt potentiell vom „Verwalter“ gegen mich gedeutet wird.

Wo immer möglich äußere ich mich als Journalist mit der gebotenen Objektivität und Fairness zu Bundeswehrthemen. Dass der Eindruck bleibt, ich würde kein gutes Haar an der Bundeswehr lassen liegt wohl eher daran, dass die PR nur „gute Haare“ präsentiert und seit jeher Sachverhalte im Sinne der eigenen Imagekampagnen schönfärbt. Doch für die „Verwalter“ ist es nicht auszuhalten, dass ein kritischer Journalist über die Bundeswehr berichtet.

Den Anteilen, die mit der moralischen Verletzung einher gehen, setzte ich in den letzten Jahren politische Arbeit entgegen. Ich sprach auf Demonstrationen gegen Krieg und Militärisierung und berichtete auf Podien über die Einsatzerfahrungen. Es ist nicht auszuhalten, das die Person auf Demonstrationen und Podien als „Friedensaktivist“ tätig ist und gleichzeitig aus dem Verteidigungsetat bezahlt wird. Wer als Staatsbürger mal in Uniform steckte, der soll hinterher die Klappe halten.

Der „Verwalter“ drückt es am 15.11.2016 etwas anders aus. „Sie können sich gerne weiterhin so verhalten. Dann kann man hinterher über Sie sagen, Sie waren konsequent bis zum Schluss.“

In diesem Verfahren erhalte ich wieder einmal keine Kopien der Verwaltungsschreiben, die Anlass der Befragungen sind. Ich erhalte auch keine Kopien der Antworten, die der „Verwalter“ an KdoRegSanUstg G 3.2.2 sendet. Der „Verwalter“, der die Anfrage bearbeitet bildet sich seinen Eindruck aus dem nichteinmal dreißigminütigen Gespräch, überfliegt dabei kurz das letzte ärztliche Gutachten aus Oktober 2015 und urteilt.

Ich habe also die Wahl, mir einen solchen Umgang gefallen zu lassen oder ohne Versorgung für mich und meine Kinder, ohne Raum für Therapie und Regeneration da zu stehen.

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Einbestellt & therapieunwillig

Grund für den heutigen Besuch im Sanitätszentrum war eine „Anfrage des KdoRegSanUstg G 3.2.2 Einsatzweiterverwendungsgesetz bzgl. der Feststellung weiterer Behandlungsbedürftigkeit“. Ich befinde mich in der Phase der beruflichen Rehabilitation während der Schutzzeit.

In den vergangenen Monaten hatte ich zunächst darum gebeten, ein Urlaubssemester im Studium einlegen zu dürfen, um eine Kur zu machen. Im Mai / Juni hatte ich stressbedingt wieder eine Phase mit Depressionen und Konzentrationsproblemen. Damit geht leider weiterhin einher, dass ich mich zurückziehe und dass vor allem auch soziale Kontakte darunter leiden. Der Oberstarzt ist der Auffassung, die Bundeswehr sei ja nicht dafür verantwortlich, wenn ich als Eremit leben wolle.

Ich merke leider auch immer wieder, dass Chefsituationen für große Anspannung und mittlerweile auch Träume mit Einsatzbezug sorgen, die bisher nur sehr selten auftraten.

Im Gespräch machte der bearbeitende Oberstarzt deutlich, ich sei nach seiner Einschätzung als „ärztlich nicht führbar“ einzustufen und verglich mich mit magersüchtigen Patientinnen, die ähnlich agieren würden und alles verweigerten, während sie weiter abnehmen würde.

Wie im Blog in den letzten Jahren ersichtlich wurde, habe ich zum einen eine medikamentöse Behandlung der Depressionen abgelehnt. Die Bandbreite an möglichen Nebenwirkungen will ich nicht auf mich nehmen. Eine Psychotherapie bei einer zivilen Therapeutin habe ich bereits abgeschlossen.
Zum anderen habe ich versucht, eine bis dahin nicht anerkannte, mittlerweile aber von der Bundeswehr selbst angebotene Methode (Trauma Release Exercise) bei meiner zivilen Therapeutin weiterhin durchführen zu dürfen. Die Finanzierung wurde verweigert – ich müsse schon den Standortpfarrer des Bundeswehrkrankenhauses, der die Methode gelernt habe in Anspruch nehmen, hieß es im Oktober 2015 im Gespräch mit dem Psychologen der Psychotraumastation im Bundeswehrkrankenhaus Berlin.

Therapieunwillig?

Nachdem ich im September 2016 die Zusage des Berufsförderungsdienstes erhalten habe, dass ich das Studium nicht in der Regelstudienzeit abschließen müsse, sondern auch Aus- und Krankheitszeiten nehmen könne, suche ich derzeit nach einem Termin für eine Kur (Q2/Q3 2017) und will ab April 2017 an einem Onlinetherapiekonzept teil, das mir erstmals im Juni diesen Jahres angeboten wurde.

„Es handelt sich um eine Schreibtherapie, die etwa fünf bis sechs Wochen
dauert. In dieser Zeit schreiben die Patienten entsprechend bestimmter
Schreibaufträge wöchentlich zwei Texte. Sie erhalten auf ihre Texte innerhalb
eines Werktages individuelle Rückmeldungen von ihrem persönlichen
Therapeuten, und eine Anleitung für das weitere Vorgehen. Die Zeiten, zu
denen geschrieben wird legen die Patienten vorab selbst fest.
Das Vorgehen in der Behandlung basiert auf geprüften und gut bewährten
verhaltenstherapeutischen Therapieansätzen.“

Am 19. Oktober kam der Hinweis, dass freie Plätze zur Verfügung stehen würden. Ich meldete Interesse an, war jedoch im aktuellen Durchgang wohl nicht unterzubringen, da ich mein laufendes Praktikum (5 Wochen) nicht für 2 Tage Eingangsuntersuchung unterbrechen wollte und frühestens erst zum 7.11. hätte einsteigen können.

Schriftverkehr:

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Der Oberstarzt hält von dem Konzept offenbar nicht viel, wie im Gespräch deutlich wurde, denn schließlich könne man da nichts kontrollieren und es wäre ja nicht am Patienten zu entscheiden, welche Therapiemethode angesagt ist.

Ich habe versucht dem Oberstarzt zu erläutern, was das Vertrauensverhältnis zu Bundeswehrtherapeuten – insbesondere in der letzten Begutachtung – so problematisch macht. Seit der ersten Diagnose schildere ich, wie problematisch für mich Vorgesetztensituationen sind. Zeitweise konnte ich nicht einmal Kritik an Texten aushalten, die ich für das Studium verfassen und im Gruppenrahmen diskutieren lassen muss, wenn ich die Kritikpunkte nicht nachvollziehen konnte. In solchen Situationen ist die Anspannung für mich dieselbe, wie im Afghanistaneinsatz 2007/2008. Der Psychologe meinte dazu, ich dürfe nicht so nachtragend sein. Aspekte der Einsatzerlebnisse am 27.09.2008 wurden vom Psychologen mit „wir wollen ja jetzt nicht politisch werden“ und „die Zeit ist ja auch schon um“ abgewürgt.

Der heute agierende Oberstarzt machte deutlich, man prüfe sehr genau, weil es teilweise auch Leute geben würde, die privat sehr aktiv seien, für Belange der Bundeswehr aber immer zu krank. Ich erläuterte, dass ein Dienst in Uniform und für die Bundeswehr für mich nicht mehr möglich sei, da ich bis heute keine Antwort auf die Hintergründe der Falschmeldungen zum 27.09.2008 erhalten habe, machte deutlich, dass ich mich nicht in den Dienst einer „Parlamentsarmee“ stellen kann, die Parlamentarier unvollständig und irreführend informiert und von den Soldaten verlangt zu den Vertuschungen zu schweigen. Teil dieses Systems gewesen zu sein belastet mich bis heute, denn ich ahne, dass ich nur einen Bruchteil dessen hier zum Thema gemacht habe, was noch angerichtet wurde.

Irgendwann im Gespräch begründete der Oberstarzt, es könne ja auch andere Gründe für meine mangelnde Leistungsfähigkeit geben, ich könne ja gar einem Familienmuster folgen, vielleicht einem Vater, „der mit 35 Jahren einfach aufgehört hat zu arbeiten“. Ich erläuterte kurz, dass mein Vater im Alter von 41 an Bronchialkrebs starb und auch meine Mutter nicht faul gewesen sei.

Immerhin entschuldigte sich der Oberstarzt für seine übergriffigen Aussagen. Leider erhalte ich weder von seinem Bericht an KdoRegSanUstg eine Kopie, noch eine präzise Aussage über Zeitpunkt und Anlass der Einbestellung. Ob das letztlich zur Deutung führt, ich würde nicht mitwirken und hätte kein Interesse daran, dass sich der Gesundheitszustand bessert, ist nicht absehbar.

Was ich mit Andeutungen des Oberstarztes, wie „Es ist ja schon mal gut, dass sie zum Termin gekommen sind. Ist ja auch nicht bei allen Einsatzgeschädigten so.“ gemeint sein kann, kann ich auch nur vermuten.

Wasserstandsmeldung

Seit nunmehr 1,5 Jahren läuft die sogenannte Schutzzeit, in der mein Lebensunterhalt gesichert ist und eine Krankenversorgung durch die „Freie Heilfürsorge“ gewährleistet ist.

In dieser Zeit war ich in der Lage einen Berufsabschluss (Bachelor) zu erlangen und ich kann nun im Rahmen der vorgesehenen Rehazeit das Masterstudium absolvieren. All das vollfinanziert und zunächst unter scheinbar idealen Bedingungen.

Licht und Schatten

Winter_2

Im letzten Jahr gab es mit dem Abschluss des Bachelors eine deutliche Entlastung zu verzeichnen. Auch die Nominierung des Podcast-Projektes zum NSA-Untersuchungsausschuss für den Grimme-Online-Award war ein tolles Erlebnis.

Neben dem Masterstudium war ich zu mehreren Gelegenheit als Redner zu Bundeswehr- und Antikriegsthemen auf Podien und Veranstaltungen der Linksfraktion unterwegs und fand ein halbwegs zumutbares Maß an Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Negativ fallen allerdings immer wieder platzende Termine ins Gewicht.

Zu zwei Gelegenheiten war ich als Redner in Schulklassen eingeladen. Schulen, an denen zuvor Jugendoffiziere der Bundeswehr gewesen sind und an denen es von Seiten der Eltern und Schüler den Wunsch gab, dass auch jemand zu Wort kommt, der die andere Seite des Dienstes und der Sicherheits- und Außenpolitik erläutert. Beide Termine kamen leider nicht zu Stande.

In Fall 1 war es eine 7:9-Entscheidung im Elterngremium und im anderen Fall wurde kurzfristig wenige Tage vor dem abgesprochenen Termin von Seiten der Schulleitung abgesagt – eventuell ist ein weiterer Versuch in den nächsten Monaten möglich.

Therapie und Genesung

Mit Einstieg in die Schutzzeit wurde mir auferlegt, mich entweder in die Hände von Bundeswehrtherapeuten zu begeben oder die Therapiemaßnahmen selbst zu tragen. Die Klärung der angestrebten Kostenübernahme zog sich – bundeswehrtypisch – wieder über Monate hin und gipfelte in einer Begutachtung, die angeblich notwendig gewesen sei und die mit den Worten begann: „Ja, die Therapiemethode wird nicht übernommen – so viel ist klar.“

Gegenstand der Trauma-Release-Exercise-Sitzungen (TRE) war eine Kombination aus Therapeutengespräch und Übungen zur Tiefenentspannung. Die Methode selbst ist zwar prinzipiell auch allein ausführbar, jedoch entfällt dann das Therapeutengespräch und die Reflexion über Stressoren und belastende Themen.

Das Angebot, die TRE-Übungen mit einem Bundeswehrpfarrer in Räumlichkeiten der Bundeswehr durchzuführen, statt mit der Therapeutin, mit der bereits eine Vertrauensebene bestand, lehnte ich ab.

Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich nun auf mich selbst gestellt. Das Maximum an Medikamenten, das ich bereit war zuzulassen war hochdosiertes Johanniskraut (LAIV 900). Damit lösen sich – für mich – keine Probleme. Immerhin wurden die Auswirkungen der Depressionen abgemildert. Seit Dezember 2015 ist auch das LAIV 900 abgesetzt.

Immer wieder bemerke ich, dass ich in Stressphasen absacke. Zum Semesterende im Januar / Februar 2016 war wieder eine dieser Phasen, die mich für zwei bis drei Wochen sehr stark einschränkte und es erforderte viel Kraft, den Tagesablauf halbwegs aufrecht zu erhalten.

Eine ähnliche Phase ergab sich im Mai/Juni 2016. Der Stresslevel in einem ingesamt überplanten und zeitlich deutlich kürzeren Sommersemester forderte seinen Tribut und brachte zumindest die Erkenntnis, dass eine Kur sinnvoll ist, die aber vermutlich nicht vor April 2017 möglich wird.

Grund dafür ist, dass ich ein Urlaubssemester an der Hochschule einlegen muss, was unweigerlich dazu führt, dass ich in der Zeit, in der ich nicht in einer Kurmaßnahme bin zum Dienst in die Kaserne erscheinen müsste. Etwas, das mir nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht mehr möglich ist. Weder in Zivilkleidung, noch und ganz besonders nicht in Uniform.

Dringend erforderlich ist aber nicht nur die Kur. Eine Ruhephase ohne Studienverpflichtungen oder Existenzkampf gab es in den letzten 4 Jahren nicht. Ebenso wichtig, wie die Kur ist eine sinnvolle Beschäftigung für den Rest des Urlaubssemesters. In der nächsten Woche kann ich hoffentlich mit dem zuständigen Berater ein geeignetes Konzept ausarbeiten.

Umgang mit Stress

Egal, ob emotionaler Stress oder Arbeitsstress – mit zunehmender Belastung gerate ich wieder im Tagesablauf aus dem Tritt. Die Ernährung wird unregelmäßig und ungesund, die Schlafphasen unregelmäßiger und ausgedehnter. Routineaufgaben im Haushalt werden belanglos. Auch, wenn das Gefühl von „Ich funktioniere nicht“ an Bedeutung verloren hat, mündet es im Gegensatz zu den Jahren 2013/2014 nicht mehr in Verzweiflung. Symptome, wie Anhedonie bestimmen den Alltag. Ich ziehe mich weitestgehend von sozialen Aktivitäten zurück, was insbesondere mein nächstes Umfeld belastet.

Camp KUNDUZ 2006 - Innenstadt - Lehmmauer - Blech- und Sperrholzbuden.

Camp KUNDUZ 2006 – Innenstadt – Lehmmauer – Blech- und Sperrholzbuden.

Die Erinnerung an die Einsätze und die traumatisierenden Erfahrungen hat in diesen Phasen weiterhin mehr Raum, als ich das will. Manche Handlungsmuster aus der Zeit der Depression in 2013/2014 kehren wieder zurück und fressen sich in mein Leben. Mitunter sind die Stresserlebnisse aus den Einsatzzeiten Teil der nächtlichen Träume und sorgen für eine verminderte Qualität des Schlafes.

Rückschritt

Mittlerweile liegen die Einsätze mit den traumatisierenden Erlebnissen mindestens 8 bis 16 Jahre zurück. Die Hochstressphase, die zur Trauamtisierung führte (Afghanistan-Zeit) spielte sich vor 11 bis 8 Jahren zwischen 2005 und 2008 ab. Diese Erlebnisse fressen sich meist dann wieder in mein Leben,wenn Stress in Beruf, Beziehung und Alltag überhand gewinnt.

Dass ich mein Masterstudium nicht in der Regelstudienzeit abschließen werde, ist absehbar. Dass ich es nicht zwingend muss, ist eine große Entlastung. Die Frage aber ist, wieviel davon ganz verschwinden wird und was letztlich bleibt.

In den nächsten Wochen stehen das Beratungsgespräch „Urlaubssemester“, sowie die Kontaktaufnahme mit den leider notwendigen Bundeswehrärzten an, um eine Kur auf den Weg zu bringen. Das bedeutet dann – leider – wieder die Auseinandersetzung mit Bundeswehrstrukturen.

Bundeswehrstrukturen

Im Oktober 2015 fand die letzte Begutachtung statt. Im Therapeutengespräch erwähnte ich belastende Aspekte, mit denen ich im Alltag immer wieder konfrontiert bin. Die Reaktion des Bw-Arztes: „Seien sie nicht so nachtragend.“

Mit der zuständigen Dienststelle, die mich als Personalangelegenheit zu verwalten hat (mehr will ich auch nicht), gab es Mitte August auch ein kurzes Gespräch. Der Personalverantwortliche wollte zunächst wissen, wie ich klar komme und wo eventuell Unterstützung nötig ist.

Die freundliche und hilfsbereite Haltung dort war nicht belastend. Der Hinweis darauf, ich solle keine militärischen Geheimnisse preisgeben wurde zwei bis drei Mal zwanglos und pflichtbewusst eingestreut.

An die Kritiker

Positiv ist, dass das Mobbing aus Bundeswehrkreisen, das vom Reservisten bis hin zum Generalanwärter in den letzten Jahren immer wieder abstruse Intensitäten annahm mittlerweile nicht mehr sichtbar zu verzeichnen ist. Grund dafür dürfte auch mein Rückzug aus Facebook sein.

Mein Umgang mit Bundeswehrthemen sorgte bisher für keinerlei Anlass mich dienstrechtlich zu belangen, wie es auf dem Papier möglich wäre. Telefonanrufe beim zuständigen Chef des Stabes können sich daher all diejenigen sparen, die Kritik an der Bundeswehr nicht aushalten und argumentieren „Er wird versorgt – er soll die Klappe halten.“

Da ich keinen Zugang zu Dienstgeheimnissen habe und vom militärischen Dienst freigestellt bin, verhalte ich mich in allen Belangen rund um das Thema Bundeswehr, wie es für einen Journalisten angemessen ist. Das schließt Kritik mit ein und ist in Zeiten von schillernder Bundeswehrwerbung und hunderten von Jugendoffiziersbesuchen in Schulen mehr als nötig. Keine Bezahlung der Welt wird mich davon abhalten. Das trenne ich deutlich voneinander.

Interview GEW / Terre des Hommes

Kürzlich gab ich der Kinderhilfsorganisation „Terre des Hommes“ ein Interview. Die Kurzversion ist in den Druck gegangen – die Langversion ist noch nicht online, kommt aber sicher bald.

160216_TdH_Ich_wurde_verheizt

Kritik an der Rekrutierung von Minderjährigen, die bereits im Alter von 17 Jahren mit der Erlaubnis ihrer Eltern in die Bundeswehr eintreten dürfen wird auch vom Darmstädter Signal geäußert.

dfg-vk.de – PDF-Version GEW „Ich wurde verheizt“


Aktuelle Situation

Die Bundeswehr muss in meinem Fall seit Anerkennung der Schädigung im März 2015 für Lebenunterhalt und Rehamaßnahmen aufkommen. Ich arbeite mich derzeit Stück für Stück zurück auf ein normales Leistungsniveau. An den Auswirkungen auf Kinder und Familie ändert das jedoch ebenso wenig, wie daran, dass aus den zwei Jahren bis die Schädigung anerkannt wurde, Schulden zurückgeblieben sind.

Aktueller Schriftverkehr – Reißleine!

Morgen beginnt die Bearbeitungszeit meiner Bachelorarbeit. Da im aktuellen Fall seit Monaten erst keine Reaktion. Danke an den Wehrbeauftragten für Wiederbelebung der Kommunikation des San-Bereich durch meine Eingabe und ihre Intervention am 26.06.2015. Das aktuelle Begehr der Bundeswehr (wer auch immer das sein mag) ist, mich zu einer wehrpsychiatrischen Begutachtung einzuladen, um meine seit Monaten gut und erfolgreich laufende Therapie zu hinterfragen. All das zu einem Zeitpunkt, an dem ich wegen dem Abschluss meiner Bachelorarbeit, die konzipiert und verbindlich angemeldet ist und ab morgen zu bearbeiten ist.

Was hat er denn?

Ich habe nach meiner Teilnahme an Auslandseinsätzen in Afghanistan mit wenig Ausbildung, dafür aber punktuell sehr großer Belastung und all das über einen längeren Zeitraum mit immer wieder auch lebensgefährlichen Situationen mit einer Stresserkrankung zu tun. Nach einer traumatischen Erfahrung habe ich eine Stresserkrankung. Im Englischen mit „Post-Traumatic-Stress-Disorder“ übersetzt. Im deutschen Terminus wird aber aus der „Disorder“, die sich auch mit „Erkrankung“ übersetzen ließe eine „Störung“. Ein nicht gerade positiv besetztes Wort..

Während also ein Bürojob mit einem sozial-inkompetenten Chef und kontinuierlicher Arbeitsüberlastung zu einer gesellschaftlich anerkannten Stresserkrankung „Burnout“ führen kann, habe ich eine amtlich anerkannt „Störung“.  Eine Störung, hervorgerufen durch
– die lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen in Afghanistan („Islamkarrikaturen 2006“, Anschläge, erhebliche Bedrohungslage) und
– einen sozial-inkompetenten, englischsprachlich  und auch sonst fachlich unqualifizierten Chef,der sicherheitsrelevante Informationen erst nicht verstand, dann schlecht vermitteln konnte
und uns damit aber auf den Weg schickte (wir stellten leider erst dann fest, was er uns verschwieg,wenn es schon zu spät war)

Der Begriff „Störung“ bestimmt auch den Umgang, den Teile der Verwaltungsebene mir gegenüber pflegen. Der Mann ist gestört.

Es lebe die Leistungsgesellschaft

Das ich immernoch ohne Berufsabschuss bin hat für mich derzeit erhebiche Nachteile. Ohne ein Studium gelte ich zum Beispiel in der Künstlersozialkasse nicht als Akademiker, sonder als Studienabbrecher oder unstudiert. Im Krankheits- oder Versorgungsfall sind das erhebliche finanzielle Nachteile.

Mein erlernter Beruf „Offizier“ ist nur dann von Relevanz, wenn ein entsprechendes Studium abgeschlossen wurde. Und das ist nach nunmehr 7 Jahren dringend mal notwendig. Studium 1 – Informationsmanagement (2 Jahre) – habe ich abgebrochen, da ich am Wohnort studierend den Spagat zwischen Studium und Familie nicht hinbekommen habe. Studium 2 – Onlinejournalismus – verlief trotz scheiternder Ehe, Trennung und der sich immer weiter verschärfenden Depressions- und PTBS-Problematik bis 2012 absolut im Zeitplan und erfolgreich (Notenstand 1,5). Neben Aufarbeitung und Therapie in 2013 und 2014 bin ich seit Mitte 2014 wieder auf dem Weg arbeitsfähig zu werden. Rückschritte gab es immer dann, wenn ich mich lange Zeit um nichts anderes kümmern konnte, als darum z.B. eine bezahlbare Krankenversicherung zu haben. Alles hier im Blog nachzulesen – den Exkurs tue ich mir  heute nicht an.

Die mir selbst gesetzte Belastungsprobe im Zeitraum Mai / Juni hat mich dann auch bestärkt, letztlich in die Bachelorarbeit einzutreten und mich auch für das Folgestudium zu bewerben.

Derzeit habe ich eine – für mich positiv laufende – Therapieform gefunden.

Ob der „Schädiger Bundeswehr“ diese Therapieform weiter tragen wird: ungewiss.

Das der „Schädiger Bundeswehr“ einen eigenen Therapieweg diktiert: davon ist auszugehen.

Anbei der aktuelle Schriftverkehr – es ging heute morgen wieder eine Reaktion von Seiten des Sozialdiensts ein. In der Konsequenz werde ich – als Schutzmaßnahme während der Bachelorarbeitsphase – von diesem Verwaltungsvorgang zurückziehen. Da mir die finanziellen Reserven fehlen muss ich die kommenden Wochen in der Hochstressphase ohne therapeutische Begleitung auskommen. Diese Phase habe ich nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr – zuletzt dauerte die Phase von Dezember 2014 bis Ende Januar 2015. Ich hatte damals doch glatt gewagt, nach einem Sachstand zu fragen, als eine angekündige Zeitlinie zunächst nicht gehalten wurde und auf Nachfrage dann mehrfach nach hinten wanderte.

Verwaltungs-Folge-Schädigung – ist das eigentlich mittlerweile eine anerkannte Krankheitsdiagnose?

Anbei der heutige Schriftverkehr. Auf Seiten des Sozialdienstes versuchen Mitarbeiter derzeit ihr Bestes, die beteiligten Stellen zum nachdenken anzuregen. Die Frage bleibt, warum eine laufende Therapie zu einem echt kritischen Zeitpunkt hinterfragt und durch belastende Untersuchungen die positiven Entwicklungen gefährdet werden.  Doch vor September wird es darauf keine Antwort geben. Ich breche aus Gründen des Selbstschutzes heute mit Ansage die Kommunikation in diesem Fall zunächst ab.

 

Sehr geehrte [Sozialdienst Bundeswehr ]XXX,

dann ändert sich am Problem weiterhin nichts. Ich muss demnach durch die Bachelorarbeit ohne therapeutische Begleitung und die Sanität besteht weiterhin auf einer Begutachtung, bevor irgendwelche Kosten übernommen werden.

Der offizielle Bearbeitungszeitraum der Bachelorarbeit beginnt morgen. Bitte sehen Sie mir nach, dass ich ab diesem Zeitraum:

1. eMails mit „…@Bundeswehr.org“ ungelesen löschen werde
2. keine Telefongespräche mit Bundeswehrstellen führen werde
3. Post ungeöffnet lassen werde.

Was zwischen Ende April und fast Ende Juli nicht sinnvoll zu lösen war, wird sich kaum in den kommenden Wochen lösen lassen.

Ich lasse den erfolgreich verlaufenden Therapieweg nicht in Frage stellen – es wäre an der Zeit, diesbezüglich auch mal eine Einschätzung einer fachlich kompetenten Stelle (Nicht SanBereich, Allgemeinmediziner XXX, nicht Büro PTBS-Beauftragter, Verwaltungsbeamter XXX- vermutlich Leiter Traumastation, BwK) einzuholen.

„Pillen und Sport“ sind kein Option und auf Basis einer Wehrpsychiatrischen Begutachtung nun einen erfolgreich laufenden Therapieweg einzustellen kommt nicht in Frage.

Und selbst wenn die Bundeswehr mittlerweile andere Wege gehen sollte: ich setze mich nicht dem Stress aus, erneut ein Vertrauensverhältnis zu einem neuen Therapeuten aufzubauen, alles bei Null zu starten oder in Kauf zu nehmen, dass die behandelnden Ärzte wieder nach Gusto und Verfügbarkeit  der Bundeswehr wechseln, versetzt werden oder wegen „Reformen“ an anderer Stelle verfügbar sind.

Bitte lassen Sie mich im Laufe des Tages wissen, in wie weit eine Schweigepflichtentbindung gegenüber den durchführenden Personen Therapie & Coaching notwendig ist, damit eine Sachstand über den bisherigen Therapieverlauf angefragt werden kann, ohne mich dem erneuten Stress einer Begutachtung auszusetzen.

Generell rege ich an, diese Begutachtungen im Jahresabstand oder bei Problemen in der Therapie anzusetzen und nicht, weil es gerade im Rahmen eines Verwaltungsschritts ein Begehren gibt.

Ich danke ihnen an dieser Stelle für ihre Vermittlungsversuche

Gruß

Daniel Lücking

Am 21.07.2015 um 09:19 schrieb [Person SozialDienst]XXX@bundeswehr.org:

Sehr geehrter Herr Lücking,

nach Rücksprache mit dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Referat I 2.3.4, [Person]  XXX bearbeitet XXX Ihre Anträge auf Heil- und Krankenbehandlung (Erstattung der Therapie- und Coachingkosten bis zur Wiedereinstellung in das Wehrdienstverhältnis der besonderen Art).
Diese Bearbeitung ist noch nicht abgeschlossen.

Ggf. wird sich XXX hinsichtlich der Erstattungsfähigkeit Ihrer Coachingkosten mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ab Ihrer Wiedereinstellung in die Bundeswehr (seit 16.03.2015) liegt die Erstattung von Behandlungskosten wieder im Bereich der Heilfürsorge und muss mit dem Truppenarzt hinsichtlich des eingeschlagenen Therapieweges wie bereits ausführlich thematisiert im Zuständigkeitsbereich des Sanitätsversorgungszentrum der Bundeswehr Berlin-Wedding entschieden werden.
Sowohl der OSA XXX als auch [Verwaltungsbeamter PTBS-Beauftragter] XXX  haben sich hierzu bereits mit Ihnen ausgetauscht und das Verfahren erläutert. Neue Informationen liegen mir hierzu nicht vor.

Ich selbst habe auf dieses Verfahren leider keine Einflussmöglichkeit und kann Ihr Anliegen nur immer wieder an die entsprechenden Stellen weiterleiten und bei der Koordinierung unterstützen. Dies habe ich seit 16.03.2015 versucht und Sie darüber auch regelmäßig informiert.

Ihre Mail vom 16.07.2015 werde ich entsprechend des medizinischen Inhaltes an das SanVersZ Berlin, XXX OSA XXX  mit der Bitte um Prüfung weiterleiten.

Hinsichtlich Ihres Studienabschlusses und dem daran anschließenden Masterstudiums stehen Sie bereits mit dem BFD-Berater XXXX in Kontakt.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


Sozialdienst Julius-Leber-Kaserne Berlin
_______________________________
BwDLZ Berlin

Von:        
An:        wehrbeauftragter@bundestag.de, BMVgBeauftrPTBS@BMVg.BUND.DE, 
Kopie:        
Datum:        16.07.2015 17:12
Betreff:        Aktuelle Eingabe und weiter Verlauf der Therapie


Sehr geehrte Damen und Herren,

es sind weitere 8 Tage ohne eine Regelung für die Therapiekostenerstattung zwischen März und Juli vergangen.

Da ich mittlerweile die Bestätigung der Hochschule habe, dass ich meine Bachelorarbeit nun doch im Juli und August schreiben und abschließen kann, liegt der Fokus nun voll auf dieser Arbeit.

Warum insbesondere dem PTBS-Beauftragten-Büro die Empathie zu fehlen scheint, was ein wehrpsychologische Begutachtung zum jetztigen Zeitpunkt für negative Auswirkungen auf meine Leistungsfähigkeit hat / haben kann, kann ich nicht verstehen.

Warum es nicht ausreichen soll oder möglich ist,  eine Auskunft bei der Therapeutin zum Stand der Behandlung einzuholen (Name und Anschrift ist ihnen bekannt) konnte und wollte bisher niemand erklären.

Wie im aktuellen Blogartikel angekündigt, werde ich mich dieser Form der Zersetzung nicht weiter aussetzen und in den nächsten Tagen das Studiendarlehen reaktivieren, um die Behandlungskosten selbst zu tragen.

https://daniel-luecking.berlin/ptbsblog/2015/07/es-koennte-so-einfach-sein/

Lieber gesund und verschuldet, als unter dem Diktat des Schädigers krank gehalten!

Es ist mir unverständlich, wie die Organisation Bundeswehr einerseits klagt, es seien nicht genug qualifizierte Traumatherapeuten verfügbar, aber gleichzeitig eine gut laufende, sinnvolle Therapie durch Wehrpsychiatrische Untersuchungen torpedieren will.

Ich kann zum derzeitigen Stand nur festhalten, dass ich derzeit einen Finanzierungsbedarf von rund 400 bis 500 Euro monatlich im Bereich der Therapie habe. Je eine Sitzung Coaching oder Traumatherapie im wöchentlichen Wechsel – ein Rythmus, der sich an sich sehr gut bewährt hatte.

Ich bleibe weiterhin dabei, dass ich keiner Medikamentierung durch die Bundeswehr zustimme. Den Nebenwirkungen von Psychopharmaka setze ich mich nicht aus. Es ist auch unnötig, da die derzeitige Therapiekonstellation in Verbindung mit dem Medikament Laif 900 für mich gut funktioniert.

All das im Abstand von wenigen Monaten immer wieder aufs neue Bescheinigen oder in Frage stellen zu sollen läuft dem Therapieerfolg zuwider. Eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen besteht unter diesen Umständen nicht und war auch in den Wochen davor kaum gegeben.

Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten darum auf eine Zusicherung hin zu arbeiten, das ich
– in der Wahl des Therapeuten frei bleibe
– die Kosten der Therapie getragen werden
– und wehrpsychiatrische Untersuchungen allenfalls in einem zumutbaren Zeitraum stattfinden.

Meine Letzte Untersuchung war im November 2014 und ich habe damals dem begutachtenden Arzt ausführlich auch über die Art und den Verlauf der Therapie berichtet.

Ich werde das über Monate aufgebaute Vertrauensverhältnis zur Traumatherapeutin nicht zugungsten des „Wunschbehandlungsplans der Bundeswehr“ über den Haufen werfen.

Aus Rücksicht auf die laufende berufliche Eingliederung bzw. das Studium bitte ich darum, dass die Termine zu Begutachtungen maximal einen Tag in Anspruch nehmen und bevorzugt in Berlin oder in Hamburg stattfinden.

Ich bitte darüber hinaus darum, dass ein klarer Anspruch an Art und Umfang der geforderten Mitwirkung meinerseits definiert wird. Dieser besteht bisher nicht, außer dem „Quasi-Befehl“,  das die Verwaltungsinstanz aus dem Büro des PTBS-Beauftragten auf einer Begutachtung besteht.

In jedem Fall:

Nach jetzigem Stand schließe ich die Bachelorarbeit mit der mündlichen Verteidigung voraussichtlich im September ab. Daher stehe ich frühestens ab Oktober 2015 für einen Begutachtungstermin zur Verfügung.

Ich würde mir Wünschen, dass alle Stellen lösungsorientiert agieren und akzeptieren, dass ich nicht einfach eine gut laufende und funktionierende Therapie abbreche, weil irgendeine Verwaltungsvorschrift erst Monate nach Beginn der Therapie auf mich angewendet wird.

Gruß
Daniel Lücking

 

Es könnte … so einfach sein …

…ist es aber nicht!

Seit dem 27.04.2015 habe ich wieder einmal ein paar sehr einfach Fragen gestellt.

Wo kann ich die Therapierechnungen einreichen?
Welche Schritte sind notwendig, um die Therapiekosten erstattet zu bekommen?

Wohl gemerkt: die Bundeswehr hat viel zu wenig Kapazitäten und sucht auch 2015 nach geeigneten Psychiatern und Therapeuten, um der steigenden Zahl an belasteten Soldaten Herr zu werden. Aber behandeln sollen eben nur die Ärzte, die unter Bundeswehrkonditionen unter Vertrag sind – andere Wege gehen oder zivile Heiltherapeuten finanzieren? Offenbar für die Verwaltung undenkbar.

Seit der ersten Maiwoche hatte der Sozialdienst meine Unterlagen und kümmerte sich nach Kräften.

Seit dem 26.06.2015 ist der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages eingeschaltet.

Immerhin:

Am 29.06.2015 erste Lebenszeichen von einem Arzt aus der Bearbeitungskette.
Am 03.07.2015 ein Eingangsbescheid, das die Schreiben aus dem Mai am 26.06.2015 eingegangen sind. Datum: identisch mit der Eingabe beim Wehrbeauftragten.
Zwischenzeitlich die Info, das zumindest von September 2014 bis März 2015 die Kosten übernommen werden. Zumindest mündlich: schriftlich liegt mir noch nichts vor.

Absolut daneben:

Keine Kostenübernahme der laufenden Therapie, bevor ich nicht zu einer weiteren wehrpsychologischen Begutachtung im Bundeswehrkrankenhaus war.

Die Begutachtung wird zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt eingefordert. Ich habe in den nächsten Wochen die Bachelorarbeit zu schreiben, die nun wie geplant laufen kann, nachdem sich die Studiengangsleitung nochmal bezüglich des Bearbeitungszeitraums schütteln und prüfen musste.

Nun fordert der Schädiger Bundeswehr ein über meinen Therapieweg bestimmen zu können und setzt eine Untersuchung an, die hochgradig belastend ist und bei der ich vor, während und auch Tage nach dem Prozedere mit mir und den Erinnerungen zu kämpfen habe. Es geht mir in solchen Zeiten nicht nur psychisch schlecht sondern eben auch körperlich.

Andere Optionen ohne Belastung für mich, wie zum Beispiel die Einholung eines Therapiestands z.B. bei meiner Therapeutin wurden nicht vorgeschlagen.

Die Realität der kommenden Wochen:

Da ich die Rechnungen von März bis Juni in der Annahme, das der Therapieweg durch die Bundeswehr gezahlt wird allesamt beglichen habe, stehe ich nun finanziell mit dem Rücken zur Wand und kann nicht weitere zwei Monate eine Therapie, die zwar hilft ins Blaue hinein vorfinanzieren, ohne Gewissheit, ob die Kosten erstattet werden.

Die Termine bei meiner Traumatherapeutin wahrzunehmen wäre hilfreich – aber es ist nicht möglich.

Der Schädiger bestimmt, wie meine Genesung und Therapie abzulaufen hat und belegt ein ums weitere Mal, dass nicht das Patientenwohl und der Behandlungserfolg im Vordergrund stehen, sondern irgendwelche Verwaltungsformalien.

Nachdem ich in dieser Woche einer Menschenrechts-Organisation ein Interview zu meinem Fall und zu anderen Aspekten mit Bezug zu diesem Thema gegeben habe merke ich deutlich, dass ich solche Belastungen in den nächsten Wochen besser vermeide, um nicht in Depressionen und Isolation zu enden. Dem Interviewer selbst ist kein Vorwurf daraus zu machen. Da ich Interviewsituationen deutlich entspannter begegne, als „ärztlichen Begutachtungen durch den Schädiger“ ist der erwartbare Effekt einer wehrpsychologischen Begutachtung sicherlich nicht positiv.

Da in dieser Woche neben einem Gespräch mit meinem Professor der Start der Bachelorarbeit ansteht und ein Bewerbungsgespräch für den Masterstudiengang ab Oktober läuft, werde ich nun einen deutlichen Schlussstrich unter das Verwaltungsmobbing ziehen. Wahrscheinlich werde ich den Studienkredit wieder aktiveren müssen und daraus dann die Behandlungskosten für die FUNKTIONIERENDE TRAUMABEHANDLUNG selbst tragen, statt mich im Halbjahresrythmus durch verwaltungsinduzierte Wehrpsychologische Untersuchungen zurückwerfen zu lassen. Seltsame Auffassungen von „Schutzzeit“…

Lieber gesund und verschuldet, als unter dem Diktat des Schädigers krank gehalten!

Wir können alles. Außer alles.

Wir können alles. Außer alles.

Aktuelle Mail an Wehrbeauftrager, PTBS-Beauftragter, Sozialdienst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

es sind weitere 8 Tage ohne eine Regelung für die Therapiekostenerstattung zwischen März und Juli vergangen.

Da ich mittlerweile die Bestätigung der Hochschule habe, dass ich meine Bachelorarbeit nun doch im Juli und August schreiben und abschließen kann, liegt der Fokus nun voll auf dieser Arbeit.

Warum insbesondere dem PTBS-Beauftragten-Büro die Empathie zu fehlen scheint, was ein wehrpsychologische Begutachtung zum jetztigen Zeitpunkt für negative Auswirkungen auf meine Leistungsfähigkeit hat / haben kann, kann ich nicht verstehen.

Warum es nicht ausreichen soll oder möglich ist,  eine Auskunft bei der Therapeutin zum Stand der Behandlung einzuholen (Name und Anschrift ist ihnen bekannt) konnte und wollte bisher niemand erklären.

Wie im aktuellen Blogartikel angekündigt, werde ich mich dieser Form der Zersetzung nicht weiter aussetzen und in den nächsten Tagen das Studiendarlehen reaktivieren, um die Behandlungskosten selbst zu tragen.

https://daniel-luecking.berlin/ptbsblog/2015/07/es-koennte-so-einfach-sein/

Lieber gesund und verschuldet, als unter dem Diktat des Schädigers krank gehalten!

Es ist mir unverständlich, wie die Organisation Bundeswehr einerseits klagt, es seien nicht genug qualifizierte Traumatherapeuten verfügbar, aber gleichzeitig eine gut laufende, sinnvolle Therapie durch Wehrpsychiatrische Untersuchungen torpedieren will.

Ich kann zum derzeitigen Stand nur festhalten, dass ich derzeit einen Finanzierungsbedarf von rund 400 bis 500 Euro monatlich im Bereich der Therapie habe. Je eine Sitzung Coaching oder Traumatherapie im wöchentlichen Wechsel – ein Rythmus, der sich an sich sehr gut bewährt hatte.

Ich bleibe weiterhin dabei, dass ich keiner Medikamentierung durch die Bundeswehr zustimme. Den Nebenwirkungen von Psychopharmaka setze ich mich nicht aus. Es ist auch unnötig, da die derzeitige Therapiekonstellation in Verbindung mit dem Medikament Laif 900 für mich gut funktioniert.

All das im Abstand von wenigen Monaten immer wieder aufs neue Bescheinigen oder in Frage stellen zu sollen läuft dem Therapieerfolg zuwider. Eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen besteht unter diesen Umständen nicht und war auch in den Wochen davor kaum gegeben.

Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten darum auf eine Zusicherung hin zu arbeiten, das ich
– in der Wahl des Therapeuten frei bleibe
– die Kosten der Therapie getragen werden
– und wehrpsychiatrische Untersuchungen allenfalls in einem zumutbaren Zeitraum stattfinden.

Meine Letzte Untersuchung war im November 2014 und ich habe damals dem begutachtenden Arzt ausführlich auch über die Art und den Verlauf der Therapie berichtet.

Ich werde das über Monate aufgebaute Vertrauensverhältnis zur Traumatherapeutin nicht zugungsten des „Wunschbehandlungsplans der Bundeswehr“ über den Haufen werfen.

Aus Rücksicht auf die laufende berufliche Eingliederung bzw. das Studium bitte ich darum, dass die Termine zu Begutachtungen maximal einen Tag in Anspruch nehmen und bevorzugt in Berlin oder in Hamburg stattfinden.

Ich bitte darüber hinaus darum, dass ein klarer Anspruch an Art und Umfang der geforderten Mitwirkung meinerseits definiert wird. Dieser besteht bisher nicht, außer dem „Quasi-Befehl“,  das die Verwaltungsinstanz aus dem Büro des PTBS-Beauftragten auf einer Begutachtung besteht.

In jedem Fall:

Nach jetzigem Stand schließe ich die Bachelorarbeit mit der mündlichen Verteidigung voraussichtlich im September ab. Daher stehe ich frühestens ab Oktober 2015 für einen Begutachtungstermin zur Verfügung.

Ich würde mir Wünschen, dass alle Stellen lösungsorientiert agieren und akzeptieren, dass ich nicht einfach eine gut laufende und funktionierende Therapie abbreche, weil irgendeine Verwaltungsvorschrift erst Monate nach Beginn der Therapie auf mich angewendet wird.

Gruß
Daniel Lücking